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ZinsenTrügerische Ruhe am Anleihemarkt

In den USA sind die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen deutlich gefallen. Doch das heißt nicht, dass die ökonomischen Risiken verschwunden sind, meint Michael Maisch. 27.10.2025 - 17:50 Uhr Artikel anhören
Michael Maisch leitet das Finanzressort. Foto: Reuters [M]

Es gibt kaum eine Entscheidung, die die Kapitalmärkte so stark beeinflusst, wie die Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Auf ihrer „Fedwatch“-Seite zählt die US-Börse CME bereits die Tage, Stunden, Minuten und Sekunden bis zur nächsten Sitzung Mitte der Woche herunter. Doch dieses Mal hält sich die Spannung in überschaubaren Grenzen, denn laut den CME-Daten liegt die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte bei 96,7 Prozent.

Wetten auf das Ergebnis der Fed-Sitzung sind also nicht besonders aufregend, aber das Umfeld, in dem die Notenbanker ihre Entscheidung fällen, ist so spannend wie seit Langem nicht mehr. Das macht vor allem die Prognose der langfristigen Zinsen zu einem anspruchsvollen Geschäft. Ein prominenter Portfoliomanager meint jedoch, gute Argumente für Renditen von sechs Prozent für zehnjährige US-Staatsanleihen zu haben.

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