Handelsblatt-Musterdepots: Das Nachhaltigkeits-Depot: Warum wir Aktien von Deutscher Post und Reckitt Benckiser gekauft haben
Die Strategen (v. l.): Laetitia-Zarah Gerbes (Acatis Investment), Gabriele Hartmann (Perspektive Asset Management) sowie David Wehner (Do Investment)
Foto: privatMünchen. In den vergangenen Handelswochen haben die Optimisten das Ruder an den Börsen übernommen. Trotz negativer Stimmungsdaten wie des Rückgangs der deutschen Einzelhandelsumsätze oder des gesunkenen Ifo-Geschäftsklimaindexes haben die Aktienmärkte zunächst einen Boden gefunden.
So gewann der Dax im Juli rund 5,5 Prozent hinzu und verzeichnete den stärksten Anstieg innerhalb eines Monats seit sechs Jahren. In den USA fiel die Erholung noch deutlicher aus, mit einem S&P 500, der die wichtige Marke von 4000 Punkten zurückeroberte. Damit zeigt sich, dass zur Jahresmitte bereits viele negative Nachrichten eingepreist waren und Anleger bereitstanden, um sich wieder zu engagieren.
Besser als erwartet fällt die anhaltende Berichtssaison der Unternehmen aus, größtenteils werden die Analystenschätzungen übertroffen. Wichtig für Wachstums- und Technologiewerte waren die positiven Prognosen von Apple (im Musterdepot Nachhaltigkeit enthalten) und Amazon (nicht enthalten).
Beide Unternehmen scheinen gut mit dem starken US-Dollar und dem wirtschaftlichen Abschwung umgehen zu können. Auch die an diesem Freitag veröffentlichten Zahlen des US-Arbeitsmarkts sind von Bedeutung. Robuste Ergebnisse dürften die kurzfristige Sommer-Rally an den Börsen unterstützen.