Alternative Geldanlagen: Profi-Investoren werden bei Immobilien und Private Equity vorsichtiger
Skeptisch sind die Geldgeber auch mit Blick auf die privaten Eigenkapital-Fonds für Immobilien.
Foto: dpaFrankfurt. Die internationalen Profi-Investoren sind wählerischer geworden: Nachdem in den vergangenen Jahren deren Investments in alle Anlageklassen abseits der traditionellen Aktien- und Rentenmärkte stetig gestiegen sind, werden zwei Bereichen der privaten Märkte voraussichtlich weniger Mittel zufließen: Immobilien und Private Equity für Firmenkäufe. Grund sind unter anderem die steigenden Zinsen und getrübten Konjunkturaussichten.
Das geht aus einer Umfrage von Goldman Sachs Asset Management (GS AM) hervor. Der Vermögensmanager der US-Investmentbank befragte in diesem Sommer mehr als 200 institutionelle Investoren und Fondsmanager weltweit zu den „Private Markets“.
Weiter unter Druck geraten dürften demnach vor allem Buy-out-Fonds. Sie kaufen mit dem eingesammelten Kapital Unternehmen, restrukturieren diese und veräußern sie schließlich weiter. 27 Prozent der Geldmanager in den Pensionskassen, Versicherungen, Stiftungen und Versorgungswerken gaben an, dass sie hierfür zu viele Finanzmittel reserviert hätten, dass eine „Über-Allokation“ bestehe.
Erschwerte Finanzierungsbedingungen für Firmenkäufe, aber auch weniger Fusionen und Übernahmen, auch M&A genannt, belasten Buy-out-Fonds bereits seit Längerem. Gleichzeitig wollen einige Geldgeber der Fonds mehr Rückflüsse sehen.