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Anlage-AlternativenVier Alternativen zur Crash-Absicherung – und ihre Tücken

Ob Gold, Bitcoins oder ausgefeilte juristische Konstruktionen: Wer Alternativen zu den großen Kapitalmärkten sucht, begegnet ganz eigenen Risiken.Frank Wiebe 28.11.2019 - 17:27 Uhr

Kryptowährungen werden mit hohem technischen Aufwand erzeugt.

Foto: Bloomberg

Frankfurt. Anleger sind immer auf der Suche nach Anlagen, die unabhängig von den großen Trends am Kapitalmarkt laufen. Oder gerade dann im Kurs steigen, wenn andere Märkte einbrechen. Die Frage lautet: Wie kann man sich gegen einen Einbruch der Kurse oder einen regelrechten Crash absichern?

Gold steigt manchmal im Kurs, wenn es an den Börsen kracht. Oder wenn die Sorgen vor einer Inflation wachsen, was aber schon länger nicht der Fall war. Letztlich bietet Gold eine Absicherung gegen eine ganz große Katastrophe – den Zusammenbruch des Finanzsystems. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 haben sogar Großinvestoren erwogen, Gold zu vergraben. Aber Gold wirft keine Zinsen ab und unterliegt auch hohen Preisschwankungen.

Es gibt noch speziellere Produkte. In den USA waren eine Weile lang „gebrauchte Lebensversicherungen“ in Mode, ein makabres Produkt, das im Wert stieg, wenn die ehemaligen Halter der Policen früh starben. Der Markt brach ein, als wirksame Medikamente gegen Aids aufkamen.

Ein anderes Modell besteht darin, nicht auf absolute Kurse, sondern auf Kursdifferenzen zu setzen. Das ist eher etwas für Profis. Eine weitere Variante ist, Geld aus juristischen Auseinandersetzungen zu schlagen. Also zum Beispiel bei Fusionen Aktien der übernommenen Firma zu kaufen und dann auf einen besseren Umtausch-Kurs in die Aktien der neuen Firma zu klagen. Das ist bei einigen Hedgefonds und Vermögensverwaltungen seit Jahrzehnten eine eigene Anlageklasse.

Und dann gibt es Bitcoins oder andere Kryptowährungen wie Ether. Die Kurse dort laufen auch weitgehend unabhängig von den großen Kapitalmärkten. Die Risiken sind aber nicht zu übersehen. Immer wieder gibt es – echte oder vermutete – Skandale. So kam vor kurzem die neue Version einer Studie von John Griffin und Amin Shams heraus, nach der der Kursaufschwung der Bitcoins gegen Ende 2017 letztlich auf eine Marktmanipulation zurückzuführen war.

Auf der Webseite Bitfinex erschien eine harsche Abfuhr für die beiden Finanzprofessoren aus Texas, der Fall bleibt mysteriös. Immer wieder werden hohe Bestände von Kryptowährungen auch entwendet, kürzlich waren es Ether für 50 Millionen Dollar in Süd Korea.

Fazit daher: Die Alternativen zur Crash-Absicherung haben ihre eigenen Tücken. Wer sie wirklich zur Risikostreuung einsetzen will, muss Augenmaß bewahren.

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