Anlagestrategie: Drei Strategien, wie Anleger beim Dax vom „Nacht-Effekt“ profitieren können
Der Bulle ist ein Symbol für steigende Kurse – und die gibt es vor allem nachts.
Foto: dpaDüsseldorf. Die USA gelten als Weltleitbörse. Die Kursentwicklung an der Wall Street gibt die Richtung für den Rest der Welt und damit auch für Deutschland vor. Wie stark dieser Effekt ist, zeigt eine Auswertung des Vermögensverwalters HQ Trust.
Demnach wurde im deutschen Leitindex Dax die gesamte positive Rendite der vergangenen 30 Jahren in der Nacht erzielt – während in den USA und Asien gehandelt wird und der deutsche Handel ruht. Die deutschen Analysten der Großbank HSBC kamen bei ihren Berechnungen auf dasselbe Ergebnis.
Das Handelsblatt erklärt im Folgenden, wie dieser Trend zu erklären ist, was das für Anleger bedeutet – und stellt entsprechende Handelsstrategien für kurzfristig orientierte Investoren vor.
Anlagestrategien: Der Grund für den Nacht-Effekt beim Dax sind die Märkte in den USA und Asien
HQ Trust hat für seine Berechnungen drei unterschiedliche Investoren angenommen: Der erste kauft zum Jahresbeginn und verkauft zum Jahresschluss. Der zweite, der „Tagesinvestor“, steigt morgens um neun Uhr zum Handelsstart auf der Plattform Xetra ein und verkauft jeden Tag um 17.30 Uhr zum Schlusskurs. Der dritte, der „Nachtinvestor“, kauft am späten Nachmittag zum Dax-Schlusskurs und verkauft am Folgetag um neun Uhr morgens zum Eröffnungskurs.