Chemie-Aktien: Lanxess-Aktie bricht nach Gewinnwarnung zweistellig ein
Gesunkene Energie- und Rohstoffpreise haben die Situation in der deutschen Chemieindustrie im ersten Quartal verbessert.
Foto: obsKöln. Für die deutsche Wirtschaft hat die Chemiebranche eine große Bedeutung: Mit einem Jahresumsatz von rund 200 Milliarden Euro ist sie hierzulande der drittgrößte Industriezweig und mit BASF, Brenntag, Covestro und Symrise im Deutschen Leitindex Dax gut vertreten. Etliche deutsche Konzerne zählen mit ihren jeweiligen Produkten zudem zu den Weltmarktführern.
Doch die hiesige Chemiebranche hat es derzeit nicht leicht: hohe Energiepreise, steigende Kosten für Chemikalien, lange Genehmigungsverfahren und Bürokratie bremsen aus und schmälern die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Das hat die Kurse vieler Titel in den letzten Monaten entsprechend gedrückt.
Das hat die Kurse vieler Titel in den letzten Monaten entsprechend gedrückt. Auch die Aktie des Spezialchemiekonzern Lanxess verliert in Folge einer schwachen Jahresprognose für 2023.
Wie es um die Chemieriesen steht, wie ihre Aktien langfristig performen und bei welchem Unternehmen ein Einstieg lohnen könnte.
Chemie-Aktien: Hoffnung auf Energiepreise und den Industriestrompreis
Doch auch wenn es noch keinen Grund für Entwarnung gibt, ist zumindest ein Silberstreif erkennbar. „Dank deutlich gesunkener Energie- und Rohstoffpreise hat sich die Situation in der deutschen Chemieindustrie im ersten Quartal dieses Jahres leicht aufgehellt“, sagt Christian Henke, Senior Analyst beim Broker IG Europe. Der Gaspreis stieg zuletzt zwar deutlich, ist aber immer noch deutlich entfernt von den Höchstständen des Vorjahres.