Findom: „Die Vorliebe zuzugeben ist für Männer eine enorme Hürde“
Frankfurt. Träume können doch wahr werden. Hier ein Abendessen im schicken Restaurant, dort der Flug nach Mauritius, dann die neue Luxus-Uhr. Und ein anderer Mensch zahlt für das alles. Ein gänzlich Fremder, den man noch nie gesehen, mit dem man noch nie gesprochen hat.
Gibt's nicht, denken Sie? Gibt's doch, als „Geldherrin“. Und damit lässt sich ganz schön viel Geld verdienen.
Findom, englisch für „Financial Dominance“, also finanzielle Dominanz, ist ein Fetisch, der vor allem im Netz und über Social Media boomt. Dabei schenken Männer jemand anderem, meist einer Frau, Geld. Sie überweisen ihr Geld, schicken Einkaufsgutscheine oder Sachgeschenke oder geben eigene Kreditkartendaten und Kontovollmachten weiter.
Einen Dank gibt es dafür nicht. Wenn sie Glück haben, werden die Männer noch per SMS, Chat oder Anruf erniedrigt und beleidigt.
Wieso tun die Männer das? Was erregt sie an der Zahlung ohne Gegenwert? Und tun das wirklich immer mehr von ihnen?