Geldanlage: So schützen Anleger ihr Depot vor Krieg und Krisen
Von Anfang an gab es eine Vielzahl von Prognosen über mögliche Kriegsverläufe.
Foto: APFrankfurt. Wann kommt die Frühjahrsoffensive der Ukraine, und wird sie Erfolg haben? Das ist zurzeit das wichtigste geopolitische Thema. Denn diese Offensive wird Konsequenzen für die politische Landkarte in Europa haben und darüber hinaus.
Auch für Anleger ist die weitere Entwicklung des Ukrainekriegs relevant. Denn spätestens seit dem russischen Angriff im Februar 2022 ist die Geopolitik einer der wichtigsten Treiber der Märkte. Aktuell bedeuten auch die Spannungen zwischen China und Taiwan sowie die Gewalt im Nahen Osten Risiken für Aktien und Börsen.
Das wird in den kommenden Jahren so bleiben, prognostiziert Anna Rosenberg, geopolitische Expertin beim Amundi Institute, dem Research-Center der französischen Fondsgesellschaft Amundi. Sie kalkuliert die Wahrscheinlichkeit verschiedener Szenarien und diskutiert mit ihren Kolleginnen und Kollegen die Folgen für die Märkte. Vor allem drei Regionen sollten Anleger ihrer Meinung nach im Blick behalten: Russland und die Ukraine, China und Taiwan sowie den Nahen Osten.
Geldanlage im Ukraine-Krieg: Depot mit Staatsanleihen schützen
Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ist für Europa das naheliegendste geopolitische Thema. Von Anfang an gab es eine Vielzahl von Prognosen über mögliche Verläufe. Dabei besteht eine Schwierigkeit in der Diskussion schon darin, dass nicht klar ist, was ein jeweiliger „Sieg“ der Ukraine oder Russlands genau wäre. Rosenberg sagt: „Als Sieg der Ukraine würde gelten, dass sie die zu ihr gehörenden Gebiete komplett zurückerobern kann.“