Goldman-Strategin: „Die US-Wirtschaft ist nicht einzuholen“
New York. An der Wall Street dominiert die Nervosität. Die gute Stimmung, die die US-Präsidentschaftswahlen Anfang November an den Märkten ausgelöst hatte, ist verflogen.
Weil Investoren eine weiter steigende Inflation und erneute Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) fürchten, hat der breit gefasste S&P 500 mittlerweile seine gesamten Gewinne seit der Wahl abgegeben. Die Zinserwartungen spiegeln sich vor allem in der Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe wider, die zuletzt bei 4,77 Prozent lag und damit auf dem höchsten Stand seit Oktober 2023.
Sharmin Mossavar-Rahmani berät die reichsten Kunden von Goldman Sachs. Die Chefanlagestrategin misst der derzeitigen Lage an den Börsen keine große Bedeutung zu. „Keep on trucking“ lautet das Motto ihrer viel beachteten Jahresprognose, die sie am Montag veröffentlichte.
Damit zielt sie vor allem auf die US-Konjunktur ab. Im Gespräch mit dem Handelsblatt und internationalen Medienhäusern erläutert Mossavar-Rahmani ihre wichtigsten Prognosen für das laufende Jahr.