Insiderbarometer: Deutsche-Bank-Aufseher kauft Aktien für eine Million Euro
John Thain kauft Aktien der Deutschen Bank für 1,05 Millionen Euro.
Foto: BloombergFrankfurt. Die Deutsche Bank ist nicht nur bei institutionellen und privaten Anlegern seit Jahren unbeliebt. Auch Vorstände und Aufsichtsräte des Geldhauses wollten von der Aktie lange nichts wissen. Sieben Jahre gab es abseits der Zuteilungen von Aktien als Gehaltsbestandteilen keinen an die Wertpapieraufsicht Bafin meldepflichtigen Kauf ab 5.000 Euro. Der Kurs brach in dieser Zeit unter dem Strich um rund 60 Prozent ein. Bis Ende Juli.
Mit John Thain und Mayree Clark griffen da gleich zwei Aufsichtsräte zu. Dabei brach John Thain, Ex-Chef der US-Bank Merrill Lynch, einen Rekord für das Geldhaus und nahm Aktien für 1,05 Millionen Euro ins private Depot.
„Einen so großen Insider-Kauf habe ich bei der Deutschen Bank noch nicht gesehen“, sagt Olaf Stotz, Professor an der Privat-Uni Frankfurt School of Finance & Management. Der Hochschullehrer beschäftigt sich seit 15 Jahren mit dem legalen Aktien-Eigenhandel von Führungskräften. Dabei war Thain nicht mal der einzige Käufer aus dem Inner Circle der Bank.