Serie: Investieren in der Nullzinswelt (3): Wie Sparer Bares sicher lagern
Viele Deutsche lagern Bargeld als Alternative zu Aktien, Gold oder anderen Wertanlagen.
Foto: ddp/Everett CollectionFrankfurt. Es wirkt ein wenig paradox. Vom kontaktlosen Bezahlen bis hin zum schnellen Transfer via Paypal: Die Welt scheint im digitalen Zeitalter angekommen zu sein, der elektronische Umgang mit Geld ist selbstverständlich. Doch der Eindruck trügt: Rund 1364 Euro bewahren die Deutschen im Schnitt zu Hause oder in Bankschließfächern auf, immerhin 107 Euro tragen sie im Portemonnaie mit sich herum.
Das ergab eine Umfrage der Bundesbank, die diese Woche veröffentlicht wurde. „Ältere, Besserverdienende und Selbstständige hielten im Mittel die höchsten Beträge“, erläuterte Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann.
Die Coronakrise scheint diese Vorliebe noch zu verstärken: Die Summen an Bargeld, die in Deutschland im Umlauf sind, steigen stetig, doch besonders sichtbar wurde die Zunahme Mitte März mit Beginn der Corona-Pandemie. Im Vergleich zum Februar stieg der Bargeldumlauf im Euro-Raum um acht Prozent, das entspricht knapp 100 Milliarden Euro, wie eine Analyse im Auftrag der Direktbank ING Deutschland belegt.
Auch die Bundesbank vermerkte zu Beginn der Krise eine überraschend starke Nachfrage nach Scheinen und Münzen. Vor allem in Krisenzeiten gilt also für viele Deutsche offenbar noch immer: Nur Bares ist Wahres.