Ölmarkt: Wie Anleger auf steigende Ölpreise setzen können
Für Anleger ist es nicht einfach, von steigenden Ölpreisen zu profitieren.
Foto: dpaDüsseldorf. Seit Monaten geht es mit dem Ölpreis abwärts. Die Höchststände rund um den Beginn des russischen Einmarschs in die Ukraine rücken mittlerweile in weite Ferne. In den vergangenen sechs Monaten ist der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent um rund ein Drittel gesunken und notierte zwischenzeitlich sogar bei rund 75 Dollar, konnte sich in den vergangenen Tagen aber wieder bei rund 80 Dollar stabilisieren.
Dieser Rückgang in den vergangenen Monaten war eine Folge der miserablen konjunkturellen Aussichten, die weniger Nachfrage nach Öl signalisierten. Die Wirtschaft der Euro-Zone befindet sich auf einem Schrumpfkurs, und es steht noch nicht ganz fest, ob die USA an einer Rezession vorbeischrammen.
Doch mittlerweile mehren sich die Analystenstimmen, die wieder steigende Notierungen am Ölmarkt erwarten. Die Rohstoffspezialisten der Commerzbank sehen „aufgrund der Angebotsrisiken rund um Russland und einer möglicherweise stärkeren Nachfrage in China aufgrund der Corona-Lockerungen deutliches Aufwärtspotenzial für die Ölpreise“. Auch Tina Teng, Analystin beim Broker CMC Markets, erwartet, dass die Ölpreise ihren jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen werden.