Aktien: Analysten ändern Empfehlungen für Deutsche Bank und Commerzbank
Frankfurt. Bei den Aktionären der größten deutschen Privatbanken herrscht Feierstimmung. Die Papiere der Deutschen Bank haben seit Jahresbeginn 82 Prozent zugelegt, die der Commerzbank sogar 114 Prozent. Die Gewinne sind damit deutlich größer als beim Leitindex Dax, der um 21 Prozent gestiegen ist.
Bei der Marktkapitalisierung hat die Commerzbank im August zeitweise die Marke von 40 Milliarden Euro überschritten, die Deutsche Bank die von 60 Milliarden Euro. Gemeinsam waren die Frankfurter Geldhäuser damit an der Börse so viel wert wie nie zuvor.
Ein wesentlicher Grund dafür sind jedoch diverse Kapitalerhöhungen, die Deutsche Bank und Commerzbank seit der Finanzkrise 2008 vorgenommen haben. Die Aktien sind von ihren historischen Höchstständen noch weit entfernt.
Und auch im Hier und Jetzt steigt für beide Papiere nach den kräftigen Zuwächsen seit Jahresbeginn das Risiko von Rückschlägen. „Die Luft wird für beide Institute nun dünner“, sagte Investor Andreas Thomae vom Sparkassen-Fondsanbieter Deka dem Handelsblatt.
Ist die Rally damit beendet? Das Handelsblatt hat Analystenstudien ausgewertet und Investoren gefragt, wie sie die Perspektiven beider Geldhäuser einschätzen und was das für Anlegerinnen und Anleger bedeutet.