Banken: BBVA scheitert mit Versuch der Übernahme des Rivalen Sabadell
Madrid. Die spanische Großbank BBVA scheitert mit ihrem Versuch, den kleineren Rivalen Banco Sabadell feindlich zu übernehmen. Der Grund: Die Bank konnte die Sabadell-Aktionäre nicht überzeugen. Sie erhielt nur 25,47 Prozent der Stimmrechte für das Übernahmeangebot, teilte die spanische Marktaufsicht CNMV am Donnerstagabend mit.
BBVA hatte als Minimum eine Annahmequote von 30 Prozent festgesetzt. „Letztendlich wird die Transaktion nicht durchgeführt, da die von uns festgelegte Mindestakzeptanzschwelle nicht erreicht wurde“, erklärte BBVA-Chef Carlos Torres.
Damit geht nach 17 Monaten die Auseinandersetzung um eine Übernahme zwischen BBVA und Sabadell zu Ende. Es ist bereits das zweite Mal: Auch im Jahr 2020 war Torres schon mit einem Versuch der Übernahme von Sabadell gescheitert. Durch den Zusammenschluss wäre ein neuer Bankenriese in Spanien entstanden.
Signal für andere Länder in Europa
Das Scheitern ist ein entmutigendes Signal für ähnliche Vorhaben in anderen europäischen Ländern. Experten fordern Zusammenschlüsse, damit europäische Banken global wettbewerbsfähiger werden.
In Deutschland will die italienische Unicredit die Commerzbank übernehmen. In Italien hat Unicredit die Übernahme der italienischen Regionalbank BPM im Sommer vorerst ad acta gelegt, nachdem die Regierung in Rom harte Auflagen dafür erlassen hatte.