Banken: Insider berichten über gravierende Mängel bei C24
Düsseldorf. Als Philipp H.* sich am 3. Juli 2024 am Computer bei seinem Onlinebanking der C24 Bank anmelden will und aufgefordert wird, seine Kreditkarten- und Handynummer einzugeben, denkt er sich nichts dabei. Den vierstelligen SMS-Code, den er daraufhin zum Bestätigen erhält, gibt er ohne Bedenken ein.
Als nichts passiert und H. versucht, sich stattdessen über die C24-App am Handy einzuloggen, staunt er jedoch nicht schlecht: Innerhalb von zehn Minuten wurden 54.000 Euro von seinem Girokonto abgebucht. 10.000 Euro wird er später durch einen Rückruf wiedererlangen – der Rest fehlt bis heute.
Zeitgleich erhält H. eine E-Mail von der C24: „Sollten Sie diese Aktion nicht selbst ausgeführt haben, könnten gegebenenfalls Dritte Zugriff auf Ihr Konto erlangt haben.“ In diesem Fall könne er sein Konto über einen Link sperren. Doch da ist sein Geld längst weg.
H. erstattet Anzeige, sucht sich anwaltliche Unterstützung und fordert die C24 auf, ihm die restlichen 44.000 Euro zurückzuzahlen. Die weigert sich: Sie komme „ihren Verpflichtungen zur Aufrechterhaltung von Sicherheitsstandards – insbesondere der starken Kundenauthentifizierung – vollumfänglich nach.“