Bankenkrise: Notenbankhilfen stoppen Talfahrt der Credit Suisse – Analysten spielen dennoch Übernahme durch
Die Unterstützung durch die SNB zeigte an den Märkten schnell Wirkung.
Foto: Getty ImagesFrankfurt, New York, Zürich. Die Schweizer Nationalbank (SNB) hat mit milliardenschweren Liquiditätshilfen für die angeschlagene Credit Suisse die jüngsten Kursverluste der Aktie vorerst gestoppt. Die Aktien der Credit Suisse sprangen am Donnerstag zeitweise um 40 Prozent in die Höhe, nachdem sie am Vortag um 24 Prozent tiefer geschlossen hatten. Auch ein breiter Index europäischer Bank notierte am Donnerstag zeitweise vier Prozent im Plus, gab im Tagesverlauf einen Großteil der Gewinne jedoch wieder ab.
Zuvor hatte das Geldhaus in der Nacht zu Donnerstag bekannt gegeben, dass die SNB kurzfristig 50 Milliarden Franken frisches Geld zur Verfügung stellt. Im Gegenzug deponiert die Credit Suisse weniger liquide Vermögenswerte als Sicherheiten bei der Notenbank. Mit dem frischen Geld kann die Bank etwaige Abflüsse von Kundengeld stemmen.
Ziel der Intervention sei es, „die Liquidität präventiv zu stärken“, hatte die Bank weiter mitgeteilt. Mit dem Schritt ist die Credit Suisse die erste global systemrelevante Bank seit der Finanzkrise, die ein Rettungspaket erhält. Die Unterstützung durch die SNB zeigte an den Märkten am Morgen danach schnell Wirkung.