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Brief an die MitarbeiterDeutsche Bank will sich in den USA stärker gegen Rassismus einsetzen

Mit einem Brief setzt die US-Chefin Christiana Riley ein klares Zeichen gegen Präsident Trump – immerhin seit rund 20 Jahren Kunde der Deutschen Bank.Astrid Dörner 03.06.2020 - 18:52 Uhr

Die US-Chefin veröffentliche einen Brief an die Belegschaft auf Linkedin.

Foto: dpa

New York. Die vielen Proteste in Amerikas Städten lassen auch die Wall Street nicht kalt. Die US-Chefin der Deutschen Bank, Christiana Riley, hat sich in einem Brief an ihre Mitarbeiter gewandt, und die „tragischen Vorfälle von offenem Rassismus“ zu adressieren. „Ich teile den Ärger über diese Vorfälle und es ist klar, dass viel zu tun bleibt für uns als Gesellschaft, um den gegen den institutionellen Rassismus in Amerika anzukämpfen“, so Riley in dem Brief, den sie auch auf Linkedin veröffentlichte.

Noch Ende Februar läutete sie gemeinsam mit dem Black Leadership Forum der Bank die Glocke der New York Stock Exchange, um mit dem Mitarbeiter-Organisation den Black History Month zu feiern und sich weiter zu mehr Diversität im Unternehmen zu bekennen.

„Es ist sehr ermutigend zu sehen, wie sich Christiana und die Bank für mehr Inklusion einsetzen“, lobte die Co-Vorsitzende des Black Leadership Forum, Renee Cummins, damals, die als Vize-Präsidentin in der Unternehmensbank arbeitet.

Doch wie auch andere Banken einräumen, die Wall Street bleibt seit Jahrzehnten überwiegend weiß und männlich. Riley ist die erste Frau an der Spitze der Deutschen Bank in den USA. Mark Mason, der Finanzchef der Citigroup, ist einer der wenigen schwarzen Vorstände in Amerikas Finanzwelt.

Auch er wandte sich vor ein paar Tagen mit einem persönlichen Blog-Eintrag zur Rassismus-Bekämpfung an die Öffentlichkeit. Die Bank of America kündete an, in den kommenden vier Jahren eine Milliarden Dollar zu spenden, um Rassismus zu bekämpfen.

Mit ihrem Brief setzt Riley auch ein klares Zeichen gegen US-Präsident Donald Trump, der seit rund 20 Jahren Kunde der Deutschen Bank ist und das Institut in der Coronakrise in ein schwieriges politisches Dilemma brachte.

Die Managerin ist eine enge Vertraute von Konzernchef Christian Sewing.

Foto: Deutsche Bank

Riley lässt sich davon nicht abschrecken. „Gemeinsam mit dem globalen Führungsteam der Bank verpflichte ich mich, mehr Zeit und Energie darauf zu verwenden, um mehr Diversität und Inklusion bei den Amerikanischen Mitarbeitern zu fördern“, stellte sie klar. Dabei setzt sie auch auf die Initiativen der Mitarbeite. „Meine Tür steht immer offen.“

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