Finanzaufsicht: Bafin verhängt Geldbuße gegen die Deutsche Bank
Frankfurt. Die Bafin hat eine Geldstrafe gegen die Deutsche Bank verhängt. Demnach muss das größte deutsche Geldinstitut 50.000 Euro bezahlen. Das teilte die Finanzaufsicht am Montagabend mit.
„Die Aufsicht hatte festgestellt, dass das Institut ihr gegenüber falsche Angaben zu einem schwerwiegenden kundenrelevanten IT-Sicherheitsvorfall bei seinen Zahlungsdiensten im Jahr 2023 gemacht hatte“, heißt es in der Mitteilung. Die Bank habe die Bafin zudem deutlich verspätet informiert.
Banken müssen die Bafin laut den Regularien sofort informieren, wenn es zu einem schwerwiegenden Betriebs- oder Sicherheitsvorfall bei ihren Zahlungsdiensten kommt. Dies ist offenbar seitens der Deutschen Bank in der Vergangenheit nicht rechtzeitig geschehen.
Ein Sprecher der Deutschen Bank teilte auf Anfrage mit, dass das Institut den Bußgeldbescheid der Bafin akzeptiert habe. Konkret soll dieser sich auf eine nicht ordnungsgemäße Meldung eines IT-Vorfalls im Juni 2023 beziehen, „der innerhalb kürzester Zeit behoben wurde“. Die Bank habe ihre Prozesse umgehend angepasst, um vorzubeugen, dass sich ein solcher IT-Vorfall wiederhole, so der Sprecher. „Mit dem Bußgeldbescheid zum Meldeprozess ist der Vorgang abgeschlossen.“
In der fraglichen Zeit kam es bei der Deutschen Bank Finanzkreisen zufolge zu einer erhöhten Zahl von Betrugsfällen im Onlinebanking. Mit der missglückten Migration von Kundendaten der Postbank auf die Systeme der Deutschen Bank habe der Vorgang nichts zu tun, hieß es in Finanzkreisen.