Jahresbilanz 2021: Deutsche Bank setzt zum Endspurt in der Sanierung an – Höchster Gewinn seit zehn Jahren
Die insgesamt überraschend starken Zahlen geben dem Chef der Deutschen Bank Rückenwind für den Investorentag am 10. März.
Foto: dpaFrankfurt. Als Vorstandschef Christian Sewing im Sommer 2019 sein großes Sanierungsprogramm für die Deutsche Bank verkündete, waren die Zweifel der Investoren groß. Knapp drei Jahre später muss Sewing zwar noch immer Überzeugungsarbeit leisten, aber seine Glaubwürdigkeit ist deutlich gestiegen: „Mit etwas Rückenwind kann die Deutsche Bank es hinbekommen“, meint Andreas Thomae, Fondsmanager bei Deka Investment. Auch wenn die Frage, wie nachhaltig der Umschwung wirklich ist, noch nicht endgültig beantwortet sei.
Bei der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag zeigte sich Sewing voller Optimismus und berichtete von einem guten Start ins dritte und vorerst letzte Transformationsjahr. „Die ersten Wochen sind bereits sehr gut gelaufen“, betonte der Banker. Diese Dynamik werde die Bank nutzen, „um 2022 unsere Versprechen zu halten und die Grundlagen für weiteres Wachstum über 2022 hinaus zu schaffen“.
Für Ende dieses Jahres hat Sewing eine Rendite auf das materielle Eigenkapital von acht Prozent versprochen. Auf dem Papier ist die Bank davon noch weit entfernt. Trotz deutlich gestiegener Gewinne im vergangenen Jahr lag die Eigenkapitalrendite bei lediglich 3,8 Prozent.