Krypto-Raubzug: Geheimnisvoller Angriff: Die neun wichtigsten Antworten zum 600-Millionen-Dollar-Hack
Es mehren sich die Anzeichen, dass es sich nicht um ein gewöhnliches Verbrechen handelt.
Foto: mauritius imagesFrankfurt. Es klingt verrückt: Wer stiehlt mehr als eine halbe Milliarde Dollar, nur um danach wieder über die Hälfte zurückzugeben? Aber genau das ist am Markt für Kryptowährungen passiert: Hacker haben bei bei einem Angriff auf die dezentrale Handelsplattform Poly Network offenbar 613 Millionen Dollar gestohlen – nach einem Aufruf der bestohlenen Plattform wurden aber zunächst umgerechnet 342 Millionen Dollar zurücktransferiert und am Donnerstagabend dann offenbar annähernd die gesamte Summe.
Bis Donnerstagnachmittag war nicht klar, ob es sich um einen der größten Krypto-Geldraubzüge aller Zeiten handelt oder ob die Hacker nur mit einer drastischen Aktion auf die Schwachstelle in dem technischen Protokoll hinweisen wollten, das hinter dem Handel mit den Kryptowährungen steckt.
Experten sehen die Attacke als schweren Rückschlag für die Kryptowelt und das rasant wachsende Netzwerk junger dezentraler Finanzfirmen, die mit ihrer Technologie traditionelle Banken und Börsen überflüssig machen wollen. Dezentralen Finanzplattformen (Defi) ermöglichen Nutzern untereinander den Handel mit Werten wie Bitcoin, ohne dass Börsen oder Banken eingebunden sind.