Kryptowährungen: Wall Street vollzieht die Kehrtwende: Wie Banken die Krypto-Wünsche ihrer Kunden erfüllen wollen
Die Investmentbank bietet für den Kryptomarkt derzeit Terminkontrakte sowie sogenannte Non-Deliverable-Forward-Kontrakte (NDFs) an.
Foto: BloombergNew York. Seit 16 Jahren arbeitet Mathew McDermott bei Goldman Sachs, aber noch nie war er so gefragt wie heute. Der Kryptochef der US-Investmentbank leitet den kürzlich gestarteten Trading-Desk, über den Bitcoin-Derivate gehandelt werden. Außerdem ist McDermott der zentrale Ansprechpartner für alle Fragen rund um digitale Assets und die Blockchain-Technologie.
Zu seinem Job gehört es herauszufinden, an welchen Produkten die Kunden am meisten Interesse haben könnten – und deren Interesse an einem Produkt ist in den vergangenen Monaten massiv gestiegen.
„Wir haben in den vergangenen neun Monaten locker 500 Kundengespräche geführt, vor allem mit institutionellen Anlegern wie Hedgefonds, aber auch mit Vermögensverwaltern und vermögenden Kunden“, sagt McDermott im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Und es ist klar, dass es ein großes Interesse gibt, Zugang zu Bitcoin zu bekommen.“
Kryptowährungen sind das große Thema in diesem Jahr. Nachdem Tesla-Chef Elon Musk im Februar mitgeteilt hatte, einen Teil von Teslas Cash-Reserven in Bitcoin angelegt zu haben, ist das Interesse von Profiinvestoren und Kleinanlegern noch einmal deutlich gestiegen. Das hat viele Wall-Street-Häuser dazu gebracht, ihre Krypto-Angebote zu beschleunigen.