Bankenkrise: Starinvestor Warren Buffett schaltet sich nach SVB-Pleite ein
Der Starinvestor war während der Finanzkrise 2008 bereits aktiv geworden.
Foto: APDenver. Banker, Regulierer und Regierungsvertreter beschäftigt seit Tagen eine zentrale Frage: Wie lässt sich nach der Pleite der Silicon Valley Bank (SVB) das Vertrauen in das US-Bankensystem wiederherstellen? In die Diskussion ist offenbar auch Starinvestor Warren Buffett eingeschaltet.
Der Chef des Konglomerats Berkshire Hathaway sei mit hochrangigen Vertretern der Regierung von US-Präsident Joe Biden in Kontakt, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Samstag berichtete. Vertreter von Berkshire waren nicht für eine Stellungnahme erreichbar.
Während der Finanzkrise 2008 war der Starinvestor schon einmal aktiv geworden. Wenn sich Buffett an einem Unternehmen beteiligt, wird das von anderen Investoren oft als Gütesiegel gewertet. Seine Beteiligungen an Goldman Sachs und der Bank of America brachten damals dringend benötigte Stabilität in die US-Bankenwelt. Sie waren auch überaus lukrativ für Berkshires Aktionäre.
Wie genau sich Buffett dieses Mal engagieren könnte, ist noch nicht bekannt. Berkshire verfügt mit rund 130 Milliarden Dollar über ungewöhnlich hohe Cash-Reserven und Buffett ist bereits seit Jahren auf der Suche nach Übernahmen und Beteiligungen. Der 92-Jährige könne mögliche Deals „umgehend bewerten – manchmal innerhalb von Minuten“, sagt Lawrence Cunningham, der mehrere Bücher über Buffett geschrieben hat und die Strategie des Investors seit Jahrzehnten verfolgt.