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Philipp Rickenbacher Das sind die Pläne des neuen Chefs von Julius Bär

Der neue Chef der Privatbank Julius Bär kann sich den Problemen der Branche nicht entziehen. Er will jetzt die Wende schaffen.
03.02.2020 - 16:04 Uhr Kommentieren
„Wir wollen der meistbewunderte internationale Vermögensverwalter werden“ Quelle: Reuters
Julius-Bär-CEO Philipp Rickenbacher

„Wir wollen der meistbewunderte internationale Vermögensverwalter werden“

(Foto: Reuters)

Zürich Lässt sich Anerkennung vom Chef verordnen? Philipp Rickenbacher, 48, versucht es zumindest. „Wir wollen der meistbewunderte internationale Vermögensverwalter werden“, sagte er am Montag.

Keine einfache Aufgabe für den neuen Chef von Julius Bär. Denn die Probleme der Privatbank stehen exemplarisch für die gesamte Schweizer Bankenwelt: Julius Bär hat sich auf die Verwaltung von Vermögen für reiche Kunden spezialisiert. Doch die niedrigen Zinsen zehren am Ergebnis. Auch die Margen in der Vermögensverwaltung sinken, denn die wohlhabenden Kunden schauen bei den Kosten genauer hin.

Zudem musste Bär für Rechtsfälle zuletzt mehr Geld zurücklegen, weil das Institut in der Vergangenheit in diverse Skandale verwickelt war. Die Folge: Der bereinigte Konzerngewinn sank 2019 um 4,7 Prozent auf 772,0 Millionen Franken (umgerechnet rund 723 Millionen Euro). Rickenbacher, der im Herbst 2019 die Führung des Instituts übernommen hat, will nun die Wende schaffen, ohne eine Revolution zu wagen. Der Schweizer arbeitet bereits seit 2004 für Bär, kennt die Bank bestens.

Dabei hat er eigentlich Biotechnologie an der ETH in Zürich studiert. Doch statt im Labor zu arbeiten, machte er eine Managementkarriere. Zu Julius Bär kam er von der Beratungsfirma McKinsey. Der Manager gilt als unprätentiöser Teamplayer. Früher fuhr er mit der Vespa zur Arbeit, doch damit ist Schluss, seit er den Chefposten innehat.

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    Und das ist wohl noch die kleinste Veränderung, seit Rickenbacher bei Julius Bär die Führung übernommen hat. Sein Vor-Vorgänger Boris Collardi hatte alles darangesetzt, die verwalteten Vermögen zu steigern. Jetzt soll Wachstum kein Selbstzweck mehr sein, stattdessen will Bär mit bestehenden Kunden mehr zusätzliches Geschäft machen.

    Zugleich wird gespart: Die Kosten sollen um 200 Millionen Franken sinken, 300 Jobs fallen weg. Trotzdem soll der Service ausgebaut werden. Ob das die erhoffte Bewunderung bringt? An der Börse fiel der Plan durch: Der Aktienkurs gab bis zum Mittag um fünf Prozent nach.

    Mehr: Der Gewinn von Julius Bär sackte im abgelaufenen Geschäftsjahr um über ein Drittel ab. In den nächsten drei Jahren will Bär 200 Millionen Franken einsparen.

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