Quartalszahlen: Postbank-Vergleich beschert Deutscher Bank Milliardengewinn
Frankfurt. Die Deutsche Bank hat erstmals seit 2022 in einem Quartal eine Rendite von mehr als zehn Prozent erzielt. Die Nachsteuerrendite betrug im dritten Quartal 10,2 Prozent, wie das Institut am Mittwoch mitteilte. Das ist die Zielrendite, die sich der Vorstand des Instituts für das Jahr 2025 vorgenommen hatte. Der Nettogewinn des Instituts betrug dabei 1,46 Milliarden Euro.
Allerdings verdankt das größte deutsche Kreditinstitut diese Rendite einem Sondereffekt: Nachdem die Bank wegen eines Rechtsstreits mit ehemaligen Postbank-Aktionären im zweiten Quartal noch Rückstellungen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro bilden musste, konnte sie nun 440 Millionen Euro davon wieder auflösen, weil sie sich mit vielen der Kläger außergerichtlich geeinigt hatte.
„Wie bereits im vergangenen Quartal wurden diese Zahlen durch das Verfahren im Zusammenhang mit der Postbank-Übernahme beeinflusst – diesmal allerdings zum Positiven“, schrieb Vorstandschef Christian Sewing in einem Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts.
Ohne diesen Postbank-Effekt hätte das Institut gerade einmal 7,6 Prozent Rendite erzielt. Das ist zwar mehr als im Vorjahr, liegt aber erneut unter dem Renditeniveau, das die Bank eigentlich schon 2022 erreicht haben wollte. Dennoch scheint Sewing an seinem Zehn-Prozent-Ziel festzuhalten: „Für 2025 haben wir uns klare Ziele gesetzt, und wir sind unverändert auf Kurs, diese zu erreichen“, schrieb er an seine Belegschaft.