Revolut-Chefin: Wohin möchte die große Digitalbank in Zukunft steuern?
Frankfurt. Béatrice Cossa-Dumurgier hat ehrgeizige Ziele. „Wir wollen das erfolgreichste digitale Bankmodell der Welt sein, das JP Morgan der digitalen Bankenwelt werden“, sagte sie im Gespräch mit dem Handelsblatt. Cossa-Dumurgier ist seit Ende Juni Chefin für Westeuropa von Revolut.
Revolut gehört zu den größten und wertvollsten Digitalbanken Europas. Beim Verkauf von Mitarbeiteraktien im August des vergangenen Jahres erreichte das Fintech eine Bewertung von etwa 45 Milliarden Dollar.
Derzeit arbeitet das Unternehmen Berichten zufolge an einer Finanzierungsrunde, die die Bewertung auf 65 Milliarden Dollar (55 Milliarden Euro) ansteigen lassen könnte. Damit käme Revolut in etwa auf die Bewertung der Deutschen Bank, deren Börsenwert aktuell bei etwa 56 Milliarden Euro liegt.
In Westeuropa will Cossa-Dumurgier künftig, was Kundengruppen angeht, „gerne ins Private Banking expandieren, also ins Geschäft mit wohlhabenderen Kunden“. Als Vorbild diene das größte US-Geldinstitut, das „alle relevanten Kundengruppen und alle relevanten Produkte abdeckt“.