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Sparkassen-FinanzgruppeDeka interessiert sich für Berlin Hyp

Das Interesse an dem Immobilienfinanzierer wächst. Auch die Dekabank will offensichtlich ein Gebot abgeben.Frank Matthias Drost, Elisabeth Atzler 02.09.2021 - 17:31 Uhr Artikel anhören

Der Kauf eines Immobilienfinanzierers könnte in die Strategie der DekaBank passen.

Foto: Bloomberg

Berlin, Frankfurt. Der zentrale Fondsanbieter der Sparkassen, die Deka, erwägt ein Angebot für den Immobilienfinanzierer Berlin Hyp. Das erfuhr das Handelsblatt aus Sparkassen-Kreisen. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg darüber berichtet. Die Deka äußerte sich nicht dazu.

Die Deka gehört – wie auch die Berlin Hyp – zu den rund 370 deutschen Sparkassen. Als Fondsanbieter bedient sie sowohl private Kunden als auch professionelle Anleger. Die Deka ist aber auch in der Immobilienfinanzierung tätig. Ihr Kreditbestand im Immobiliengeschäft betrug per Ende des ersten Halbjahrs fast elf Milliarden Euro. Das Volumen der Berlin Hyp lag bei gut 25 Milliarden Euro.

Nicht wenige Sparkassen würden wohl für einen Verkauf der Berlin Hyp an die Dekabank plädieren. Dann blieben beide Institute vollständig in der Hand der Sparkassen. Zu den Interessenten zählen auch die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).

Für den Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) ist der Verkauf noch keine ausgemachte Sache. Derzeit ist die Berlin Hyp wie auch die Berliner Sparkasse Teil der Landesbank Berlin Holding. Diese Holding soll aufgelöst werden, auch weil die Finanzaufsicht eine stringentere Führung der Konzerngesellschaften gefordert hat.

„Kern der aktuellen Maßnahmen ist eine Reduktion von Komplexität und mehr unternehmerische Freiheit der Konzerngesellschaften durch die Auflösung der Holding“, sagte ein DSGV-Sprecher.

Deka und Berlin Hyp würden sich gut ergänzen

Der DSGV kann sich einen Verkauf vorstellen, allerdings auch eine Stand-alone-Lösung. Auf jeden Fall soll die Berlin Hyp in der Sparkassen-Finanzgruppe verbleiben. Ein Verkauf an einen privaten Investor gilt als ausgeschlossen.

Die Deka und die Berlin Hyp würden sich mit Blick auf die Immobilienportfolios gut ergänzen: Während der Schwerpunkt der Deka-Finanzierungen im Ausland liegt, ist die Berlin Hyp stark auf dem deutschen Immobilienmarkt tätig. Von pandemiebedingten Einbrüchen in der Immobilienfinanzierung ist die Berlin Hyp bislang verschont geblieben. Nach Risikovorsorge verfünffachte sich das Halbjahresergebnis auf 139 Millionen Euro.

Größter Immobilienfinanzierer in der Sparkassen-Finanzgruppe ist die BayernLB mit einem Volumen von gut 60 Milliarden Euro, etwa die Hälfte davon entfällt auf die Onlinetochter DKB. Auch das Immobiliengeschäft der BayernLB ist auf Deutschland ausgerichtet.

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Die Helaba kommt auf ein Immobiliengeschäft im Volumen von fast 38 Milliarden Euro. Die LBBW, die deutlich größer ist als die Helaba, hat im Segment Immobilien und Projektfinanzierung Kredite in Höhe von nahezu 30 Milliarden Euro ausstehend.

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