Sparzinsen: Darum ist der Kampf um deutsche Spareinlagen so attraktiv
Frankfurt. Die deutschen Banken müssen sich auf mehr Wettbewerb im Privatkundengeschäft einstellen – und besonders auf einen zunehmenden Kampf um Kundeneinlagen. Ebenso wie aktuell der Neobroker Trade Republic werden nach Einschätzung von Beobachtern auch die US-Großbank JP Morgan und die spanische Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) vergleichsweise hohe Zinsen anbieten, um sich auf dem hiesigen Markt zu etablieren. JP Morgan und BBVA haben jeweils angekündigt, in Deutschland eine Digitalbank zu starten.
Die Deutsche Bank, das größte deutsche Geldhaus, verfolgt die geplanten Marktstarts genau. „Das bestätigt unsere Strategie, dass das Retail-Kundensegment sehr attraktiv ist“, sagte der für das Massenkundengeschäft in Deutschland zuständige Manager Dominik Hennen auf der Handelsblatt-Tagung „Zukunft Retail Banking“.
„Die ganzen Player, die jetzt hereinkommen, zeigen ja, dass das ein Segment ist, in das man reininvestieren sollte“, sagte der Manager. „Wir beobachten das eng, keine Frage.“
Hamburger Sparkasse beobachtet Entwicklungen "ganz intensiv"
Auch die Hamburger Sparkasse, die größte deutsche Sparkasse, beobachtet die aktuellen Entwicklungen laut Vorstandsmitglied Birte Quitt „ganz intensiv“. Aber Kundinnen und Kunden der Hamburger Sparkasse entschieden sich bewusst für eine Bank, die auch Filialen habe.