Tim Mayopoulos: Dieser Manager soll die Silicon Valley Bank retten
Vor seinem Aufstieg in Banken und Fintechs machte der Jurist eine Karriere in einer Topkanzlei.
Foto: Bloomberg/Getty ImagesNew York. Der amerikanische Einlagensicherungsfonds FDIC hat Tim Mayopoulos zum neuen Chef der zusammengebrochenen Silicon Valley Bank (SVB) berufen. Der 64-jährige Jurist und Bankmanager soll die neu gegründete Brückenbank leiten, auf die alle Einlagen der SVB übertragen wurden. Das teilte die FDIC am Montag mit.
Der für seine ruhige Art bekannte Mayopoulos kommt von dem Fintech-Startup Blend Labs, hat vorher unter anderem bei der Deutschen Bank gearbeitet und nach der Finanzkrise das Hypothekeninstitut Fannie Mae geleitet.
Mit seinem neuen Posten bei der SVB-Brückenbank übernimmt Mayopoulos die wichtigste Rolle in der fulminanten Bankenkrise, die sich gerade in den USA abspielt: Innerhalb von nur drei Tagen haben die US-Aufsichtsbehörden die 40 Jahre alte Silicon Valley Bank am Freitag komplett geschlossen. Zuvor hatte ein Ansturm auf die Einlagen das Institut zahlungsunfähig gemacht.
Bei der Silicon Valley Bank kann Mayopoulos seine Krisenerfahrung ebenso gut gebrauchen wie seine Einblicke in die Start-up-Welt. Schließlich gehören Start-ups und Venture-Capital-Firmen zu den wichtigsten Kunden der geschlossenen Bank. Sie suchen jetzt nach Sicherheit oder auch nach Alternativen.