Vermögensverwaltung: KI als Fondsmanager? Das hält ein hochrangiger Goldman-Sachs-Manager aktuell davon
Künstliche Intelligenz ist für Osman Ali eine große Chance, um bessere Anlageentscheidungen zu treffen.
Foto: HandelsblattFrankfurt. Die eindrucksvollen Fähigkeiten des Programms ChatGPT haben auch die neuen Möglichkeiten der Technologie für die Geldanlage in den Blickpunkt gerückt. Kann die Technologie bald womöglich die besten Fondsmanager schlagen? Ein Finanzmanager, der dazu tiefe Einsichten hat, ist Osman Ali.
Der 41-Jährige Mathematiker ist bei der US-Bank Goldman Sachs Herr über 100 Milliarden Dollar Kundenvermögen – und seit Jahren beschäftigt er sich in diesem Zusammenhang mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Der Co-Chef für quantitatives Investment berichtet, dass Goldman Sachs bereits vor 34 Jahren begonnen habe, datengetrieben zu investieren.
Das Potenzial von KI für Investoren sei enorm, sagt Ali: KI und Algorithmen könnten helfen, „die Märkte besser zu verstehen und gute Anlageentscheidungen zu treffen“. Durch KI generierte Anlageempfehlungen könnten seiner Ansicht nach grundsätzlich auch von Qualität sein – doch darauf würde er sich heute noch nicht verlassen.
Lesen Sie hier das ganze Interview mit Osman Ali:
Herr Ali, viele entdecken jetzt gerade erst das Thema KI. Seit wann beschäftigen Sie sich damit?
Unser Team startete 1989 mit dem datengetriebenen Investieren, das war damals eine neue Philosophie. Im Kern geht es darum, wie man disziplinierte Anlageentscheidungen auf Basis quantitativer Daten fällt. Dafür schreibt man Regeln und programmiert einen Algorithmus, der datenbasierte Anlageempfehlungen abgibt.