Volksbanken: Kriselnde Raiffeisenbank im Hochtaunus will fusionieren
Frankfurt. Die angeschlagene Raiffeisenbank im Hochtaunus hat einen Fusionspartner gefunden. Sie nimmt Verhandlungen über einen Zusammenschluss mit der deutlich größeren Volksbank Mittelhessen auf. Das teilten die beiden hessischen Geldhäuser am Mittwoch mit. Voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2025 werde über eine Fusion abschließend entschieden.
Allein kann die Raiffeisenbank im Hochtaunus nicht weitermachen. Im Zuge eines Strategieprozesses, der seit Mai andauere, sei man „übereingekommen, dass die Herausforderungen der Zukunft nur mit einem starken Partner zu bewältigen“ seien, erklärte Vorstandschef Achim Brunner. Die vergangenen Jahre hätten das Geschäftsmodell „stark beeinflusst“.
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Das Geldhaus erwartet Wertberichtungen auf Immobilienkredite, wie es auf Anfrage erklärte. Deren Höhe könne es noch nicht nennen. Brunner verwies zudem auf regulatorische Vorgaben, die kleinere Banken vor Herausforderungen stelle.
Die Raiffeisenbank Hochtaunus finanziert in erster Linie Gewerbeimmobilien, auch außerhalb des regionalen Geschäftsgebiets, und unterscheidet sich damit von den meisten anderen Volks- und Raiffeisenbanken. Nach Handelsblatt-Informationen verhängte die Finanzaufsicht Bafin kürzlich ein Kreditverbot, die Bank darf keine neuen Gewerbeimmobiliendarlehen mehr ausreichen.