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Wirecard-Konkurrent Adyen ist weiter auf Wachstumskurs, doch Anlegern reicht das nicht

Der niederländische Zahlungsdienstleister gilt als Börsenstar. Der Aktienkurs ist rasant gestiegen – die Erwartungen an den Wirecard-Konkurrenten offenbar auch.
27.02.2020 - 16:47 Uhr Kommentieren
Der Adyen-Firmenchef sieht weiterhin starkes, profitables Wachstum. Quelle: Adyen
Pieter van der Does

Der Adyen-Firmenchef sieht weiterhin starkes, profitables Wachstum.

(Foto: Adyen)

Frankfurt Adyen gilt als Star unter den Zahlungsverkehrsdienstleistern. Doch die Erwartungen an den Wirecard-Konkurrenten sind inzwischen enorm. So fuhr das Unternehmen aus Amsterdam 2019 einen Vorsteuergewinn (Ebitda) von knapp 280 Millionen Euro ein, gut 50 Prozent mehr als im Vorjahr, wie es am Donnerstag mitteilte. Netto verdiente Adyen gut 200 Millionen Euro. Trotzdem gab die Aktie bis zum Nachmittag um 2,6 Prozent auf 784,20 Euro nach. Zwischenzeitlich war sie noch etwas deutlicher gefallen.

Laut dem Datendienstleister Bloomberg traf Adyen mit seinen Kennzahlen zwar die Schätzungen von Analysten. Doch offenbar hatten sich viele Anleger einen noch höheren Gewinn- und Umsatzanstieg erhofft. Auch das abgewickelte Volumen zog um gut 50 Prozent an. Firmenchef Pieter van der Does sagte: „Wir sehen weiterhin starkes, profitables Wachstum.“

Die Adyen-Aktie ist seit dem Börsengang im Juni 2018 rasant gestiegen. Der Kurs hat seitdem mehr als 220 Prozent gewonnen, gleich am ersten Handelstag verdoppelte sich der Börsenwert in etwa.

Adyen ist einer der Konkurrenten des Dax-Konzerns Wirecard. Zahlungsdienstleister wie Adyen, Wirecard und Worldline wickeln im Auftrag von Händlern Zahlungen ab, online oder auch an der Ladenkasse. Zudem binden sie verschiedene Bezahlarten in Onlineshops ein und übernehmen Zusatzdienstleistungen wie etwa den Schutz vor betrügerischen Transaktionen. Sie alle profitieren von dem weltweiten Trend hin zu mehr bargeldlosen Zahlungen.

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    Auch Wirecard ist im vergangenen Jahr deutlich gewachsen. Der Konzern aus der Nähe von München erzielte einen Vorsteuergewinn von 785 Millionen Euro, 40 Prozent mehr als 2018. Das bedeutet auch: Die Berichte der Zeitung „Financial Times“ zu dubiosen Buchungen und verdächtigen Kundenlisten, der Verdacht der Bilanzfälschung und die Zahlungsabwicklung für halbseidene Partner haben das Geschäft von Wirecard zunächst nicht belastet.

    Keine Übernahmepläne

    Der Wettbewerb unter Zahlungsdienstleistern ist trotz des Wachstums enorm. Weltweit gab es zuletzt etliche Übernahmen, Beobachter rechnen mit einer weiteren Konsolidierung. So hatte erst vor wenigen Wochen Worldline angekündigt, den Konkurrenten Ingenico für fast acht Milliarden Euro zu schlucken. Beides sind französische Unternehmen.

    Adyen betonte allerdings erneut, dass man von Fusionen in der Branche nichts halte. Van der Does sagte: „Wir haben keine Übernahmepläne.“ Gegenüber dem Handelsblatt hatte er vor einem halben Jahr erklärt: „Wir denken, es ist für die Händler besser, mit einem Zahlungsdienstleister zusammenzuarbeiten, der alles in eine Plattform investiert.“

    Adyen wurde 2006 gegründet. Zu den prominenten frühen Investoren zählten Facebook-Chef Mark Zuckerberg, Twitter-Gründer Jack Dorsey und Singapurs Staatsfonds Temasek. Der Zahlungsdienstleister arbeitet unter anderem für Ebay, Facebook, Netflix, Spotify und Uber. Auch die Fast-Food-Kette McDonald’s zählt zu den Kunden auf der Adyen-Plattform.

    Auswirkungen des Coronavirus auf das Geschäft spürt Adyen bisher nicht. Finanzchef Ingo Uytdehaage erklärte: Man sehe keinen wesentlichen Effekt – jedenfalls nicht mit Blick auf die aggregierten Zahlen. Aber man beobachte die Situation permanent.

    Mehr: Zahlungsdienstleister sind zur Größe verdammt, um international mithalten zu können, meint Handelsblatt-Redakteurin Elisabeth Atzler.

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