1. Startseite
  2. Finanzen
  3. Banken + Versicherungen
  4. Banken
  5. Zahlungsverkehr: Berliner Fintech Mondu erhält E-Geld-Lizenz

ZahlungsverkehrBerliner Fintech Mondu erhält E-Geld-Lizenz

Mondu ist spezialisiert auf den Online-Rechnungskauf von Unternehmen. Mit der Lizenz will das Unternehmen schnell neue Märkte erschließen.Dennis Schwarz 07.08.2024 - 07:01 Uhr
Die beiden Mondu-Gründer Malte Huffmann (links) und Philipp Povel. Foto: Mondu

Frankfurt. Das in Berlin gegründete Fintech Mondu hat eine E-Geld-Lizenz von der niederländischen Zentralbank (DNB) erhalten. Das teilte das Unternehmen am Mittwochmorgen mit. Damit darf es nun wesentliche Teile des Zahlenverkehrs selbst abwickeln.

„Für uns ist dieser Schritt extrem wichtig, um weitere Produkte anbieten und schneller in andere Märkte expandieren zu können“, sagte Co-Gründer und Co-Chef Philipp Povel. Bislang musste das Unternehmen dies meist mit Partnerunternehmen machen. „Durch die Lizenz können wir nun Kosten einsparen und werden unabhängiger“, sagte Povel.

Mondu ist spezialisiert auf den Online-Rechnungskauf von Unternehmen, im Fachjargon „Buy now, pay later“ (BNPL). Der Rechnungs- und Ratenkauf ist bisher vor allem bei privaten Kundinnen und Kunden beliebt, das schwedische Fintech Klarna hat BNPL bekannt gemacht. Mondu will diesen Ansatz auf Firmenkunden als Käufer übertragen und bietet die Bezahlart daher Händlern an, die sich an Geschäftskunden richten.

Bislang sind Mondus Dienstleistungen in den Niederlanden, Österreich, Großbritannien, Belgien, der Schweiz, Frankreich und Deutschland verfügbar. Der Anspruch von Povel ist: „Wir wollen im dritten Quartal dieses Jahres in fünf weitere Länder expandieren.“ Seinen Hauptsitz hatte das 2022 gegründete Fintech zwischenzeitlich von Berlin nach Amsterdam verlagert, da dort nach Angaben des Co-Chefs der Talente-Pool im Payment-Bereich am größten sei.

Wie hoch das Transaktionsvolumen ist und wie viele Kunden das Unternehmen hat, dazu wollte Povel keine Angaben machen. In Deutschland arbeitete Mondu mit der Raisin Bank zusammen – bislang. „Das wollen wir künftig auch weiterhin, allerdings nicht mehr für das klassische BNPL-Geschäft“, sagte Povel.

Zuletzt erhielt das Fintech im Januar dieses Jahres Geld von der Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank aus Reinheim bei Darmstadt. Diese räumte Mondu ein Gesamtdarlehen in Höhe von 50 Millionen Euro ein. Doch Povel hat schon die nächste Finanzierungsrunde im Blick: „Innerhalb der nächsten zwölf Monate planen wir sowohl eine neue Kreditlinie aufzunehmen als auch frisches Eigenkapital einzusammeln“, sagte der Mitgründer.

Mit dem Geld will Mondu auch neue Produkte auf den Markt bringen. Neben dem klassischen Ratenkauf will das Unternehmen künftig auch ein E-Wallet, eine digitale Geldbörse, sowie eine Kreditkarte einführen.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt