DZ-Bank-Co-Chef zu Homeoffice: „Starre Quoten machen überhaupt keinen Sinn“
Frankfurt. Die DZ Bank geht beim Umgang mit Homeoffice einen anderen Weg als die Deutsche Bank und will weiter keine festen Quoten vorgeben. Innerhalb des Institut gebe es viele verschiedene Jobs, sagte Co-Chef Cornelius Riese am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. „Deswegen machen für unsere Organisation starre, übergreifende Quoten überhaupt keinen Sinn.“
Bei Deutschlands zweitgrößtem Geldhaus gibt es schon seit 2020 keine festen Homeoffice-Quoten – und Riese ist mit dieser Regelung „sehr zufrieden“. „Eine reine Präsenzkultur der alten Prägung nach dem Motto: ‚Ich glaube nur, dass du arbeitest, wenn ich dir über die Schulter schauen kann.‘ Das ist alte Welt“, sagte der DZ-Bank-Chef.
„Aber eine Absenzkultur nach dem Motto: ‚Ich muss überhaupt nicht mehr kommen‘, ist auch furchtbar für eine Unternehmenskultur“, betonte Riese. Neue Kolleginnen und Kollegen könnten so nicht eingearbeitet werden. Es sei deshalb wichtig, „eine gute Balance“ sicherzustellen.
Die Verantwortung dafür tragen bei der DZ Bank die Leiter der einzelnen Teams. „Diejenigen, die das organisieren müssen, sind die Führungskräfte“, betonte Riese. Wenn mehr Anwesenheit von bestimmten Mitarbeitern im Büro geboten sei, „dann stärken wir der Führungskraft auch den Rücken, eine dienstliche Anweisungen zu geben, ins Büro zurückzukommen“.