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KryptomarktDeutsche Börse verbündet sich mit US-Kryptoplattform Kraken

Der Dax-Konzern schließt seine bisher umfassendste Kooperation im Kryptogeschäft. Beide Firmen wollen ihre Produkte und Plattformen gegenseitig für ihre Kunden zugänglich machen.Andreas Kröner 04.12.2025 - 16:18 Uhr Artikel anhören
Bitcoin: Brücke zwischen den traditionellen und digitalen Finanzmärkten geplant. Foto: REUTERS

Frankfurt. Die Deutsche Börse und die US-Kryptoplattform Kraken haben eine umfangreiche Zusammenarbeit im Geschäft mit digitalen Vermögensverwerten vereinbart. Ziel sei es, „eine Brücke zwischen den traditionellen Finanzmärkten und dem Ökosystem für digitale Vermögenswerte zu schlagen“, teilte Deutschlands größter Börsenbetreiber am Donnerstag mit.

Die strategische Partnerschaft sieht vor, dass beide Unternehmen ihre Produkte und ihre Plattformen für die Kunden des jeweils anderen öffnen. Die Börse hofft, dass ihre Angebote in der Folge auch von der Kundschaft von Kraken verstärkt genutzt werden. Gleichzeitig bekommen Börsen-Kunden Zugang zu der im Kryptogeschäft breiten Produktpalette von Kraken.

„Über unsere gesamte Wertschöpfungskette hinweg wird diese Partnerschaft unsere Angebote für institutionelle Kunden im Zeitalter der digitalen Vermögenswerte weiter verbessern und den Weg für digitale Kapitalmärkte ebnen“, erklärte Börsen-Chef Stephan Leithner.

Kraken wurde 2011 gegründet und zählt zu den ältesten und größten Kryptoplattformen weltweit. Die Deutsche Börse war deutlich später ins Kryptogeschäft eingestiegen und in dem Bereich lange auch zurückhaltender als Konkurrenten wie die Börse Stuttgart oder die US-Konkurrenten CBOE und CME.

Gemeinsames Angebot für Banken geplant

In den vergangenen Jahren hat der Konzern aus Eschborn bei Frankfurt seine Berührungsängste jedoch abgelegt und unter anderem die Schweizer Firma Crypto Finance gekauft. Seit Kurzem bietet der Konzern über seine Infrastruktur auch Stablecoins an. Das sind Kryptowährungen, die sich an einem Basiswert wie dem Dollar orientieren und deshalb im Preis stabil bleiben sollen.

Deutsche-Börse-Zentrale: Führende Rolle bei der Digitalisierung von Vermögensklassen angestrebt. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Die geplante Zusammenarbeit mit Kraken ist die bisher umfassendste Kooperation der Hessen im Kryptogeschäft. Im ersten Schritt soll Kraken dabei Zugang zum Devisenhandel der Deutsche-Börse-Tochter 360T erhalten. So können sich die Kunden des US-Konzerns Dollar, Euro oder auch weniger verbreitete Währungen besorgen, wenn sie Kryptowährungen wie Bitcoin verkaufen.

Zudem wollen beide Firmen gemeinsam sogenannte White-Label-Lösungen für Banken und Fintechs in den USA und Europa entwickeln. Finanzkonzerne könnten diese dann nutzen, um ihren Kunden wiederum den Handel und die Verwahrung von Kryptowerten anzubieten.

Sollten die Aufsichtsbehörden zustimmen, könnte Kraken perspektivisch auch Derivate der Börsen-Tochter Eurex vertreiben. Zudem möchten beide Firmen das Geschäft mit sogenannten tokenisierten Aktien bei der Börsen-Tochter 360X vorantreiben. Dabei geht es um digitale Abbildungen von Aktien, die auf der Blockchain basieren. Ob sich alle Projekte realisieren lassen, muss sich allerdings erst noch zeigen.

Die Kooperation mit Kraken eingefädelt hat Carlo Kölzer, der das digitale Geschäft der Deutschen Börse leitet. Er arbeitet seit dem Sommer in New York und hatte im Handelsblatt bereits angekündigt, dass er sich dort auch nach Kooperationspartnern umsieht.

Die Börse hatte 2023 das Ziel ausgegeben, eine führende Rolle bei der Digitalisierung von Vermögensklassen einzunehmen. Bei der Vorstellung der neuen Strategie für die kommenden Jahre am 10. Dezember dürfte das Thema erneut eine wichtige Rolle spielen.

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Die größte Aufmerksamkeit liegt aktuell allerdings auf der geplanten Rekordübernahme der Fondsverwaltungsplattform Allfunds. Ob der 5,3 Milliarden Euro schwere Zukauf tatsächlich zustande kommt, ist allerdings noch keinesfalls sicher.

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