M&A: Mehr Mega-Deals bis Jahresende – vor allem in zwei Bereichen
Frankfurt. Der Markt für Fusionen und Übernahmen (Mergers and Acquisitions, kurz M&A) wird wieder aktiver. Daten des Softwareanbieters Datasite zeigen eine steigende Zahl an Transaktionen, die aktuell in Vorbereitung sind. „Das deutet auf eine positive Entwicklung des Gesamtmarktes in der zweiten Jahreshälfte hin“, sagt Datasite-Chef Markus Schiller im Gespräch mit dem Handelsblatt.
Zuletzt waren aufgrund des schlechten Marktumfelds mit volatilen Börsen und hohen Zinssätzen M&A-Deals seltener geworden. Nun dürfte den Daten zufolge weltweit insbesondere die Zahl großer Deals zunehmen. Damit sind Transaktionen im Wert von fünf Milliarden Euro und mehr gemeint.
Gleichzeitig nehme die Gesamtzahl der abgeschlossenen Deals aber ab. „Fast die Hälfte aller geplanten Transaktionen findet keinen erfolgreichen Abschluss“, sagt Schiller. Hohe Energiepreise, höhere Zinsen und weniger Risikokapital ließen die Unternehmen zögerlicher vorgehen. „Die Transaktionsfreude nimmt ab, Unternehmen konzentrieren sich verstärkt auf ihr Kerngeschäft.“
Das zeige sich auch bei der Deal-Vorbereitung, der Markt wird vorsichtiger: „Die Prüfung der Unternehmensdaten wird rigoroser – Käufer schauen genauer auf die Zahlen“, sagt Schiller. Denn Kapital sei teurer geworden und das konjunkturelle Umfeld schwieriger.