Übernahmen: „Der Staat sitzt am Verhandlungstisch“ –Deals werden komplexer
Frankfurt. Es war eine seiner letzten Amtshandlungen als US-Präsident, und Joe Biden schockierte mit ihr viele Investmentbanker: Er untersagte die Übernahme der amerikanischen Stahlfirma United States Steel durch den japanischen Konkurrenten Nippon Steel.
Biden begründete sein Veto für den 15 Milliarden Dollar schweren Deal damit, dass die nationale Sicherheit in Gefahr sei, wenn einer der größten Stahlkonzerne der USA unter ausländische Kontrolle fiele. Kritiker sahen in seiner Entscheidung ein Paradebeispiel für einen weltweiten Trend: Staaten setzen auf Protektionismus und greifen verstärkt in Deals ein.
Banker befürchten, dass sich dieser Trend weiter verstärken wird. Es dürfte für Investoren und Unternehmen damit schwieriger werden, Übernahmen und Fusionen abzuschließen.