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VermögenMenschen in Deutschland laut DZ Bank-Studie so reich wie nie

Trotz aller Krisen: Viele Bundesbürger haben ihr Vermögen im vergangenen Jahr gesteigert. Eine Studie der DZ Bank zeigt, wie viel Geld die Bundesbürger pro Monat zurücklegen. 03.01.2025 - 09:02 Uhr Artikel anhören
Goldmünzen werden in einem Goldlabor in Port Sudan (Sudan) zur Schau gestellt. Foto: Bloomberg

Frankfurt. Die privaten Haushalte in Deutschland sind in Summe so reich wie nie. Auf 9,3 Billionen Euro summierte sich das nominale Geldvermögen im Jahr 2024, wie eine Hochrechnung der DZ Bank ergab. Das ist ein Plus von knapp sechs Prozent zum Vorjahr. Die Gründe dafür sind die überdurchschnittlich hohe Sparquote und die starke Entwicklung an den  Aktienmärkten im Jahresverlauf.

„Auch wenn die Kursniveaus an den Aktienmärkten 2025 unter Schwankungen langsamer wachsen und die private Sparquote etwas niedriger ausfällt, bleiben die Perspektiven für den Geldvermögensaufbau insgesamt gut“, prognostiziert DZ-Bank-Ökonom Michael Stappel. 2025 erwartet er einen weiteren Zuwachs der privaten Geldvermögen um gut vier Prozent auf 9,8 Billionen Euro.

Sparen statt Konsum

Auch nach dem Absinken der Inflation halten die Menschen in Deutschland ihr Geld zusammen, denn die Unsicherheit um die deutsche Wirtschaft bleibt groß. Mehr als jeder zehnte Euro hierzulande wird gespart und nicht wie in anderen Ländern in den Konsum gesteckt.

Stappel geht für das Gesamtjahr 2024 von einer Sparquote von 11,5 Prozent aus. Für die ersten sechs Monate gibt es bereits eine amtliche Zahl des Statistischen Bundesamts: 11,1 Prozent. Heißt: Je 100 Euro verfügbarem Einkommen wurden im Schnitt 11,10 Euro zurückgelegt. Monatlich entspricht das einem Betrag von durchschnittlich 280 Euro je Einwohner.

Auch im dritten Quartal 2024 lag die Sparquote nach Angaben der Statistiker mit 10,6 Prozent über Vorjahresniveau (9,4 Prozent), da das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte stärker stieg als der private Konsum.

Deutsche fast Sparweltmeister

Die Sparquote in Deutschland hatte in den Coronajahren 2020 (15,9 Prozent) und 2021 (14,1 Prozent) Rekordhöhen erreicht. 2023 betrug sie noch 10,4 Prozent, aber auch damit lagen die Deutschen im internationalen Vergleich weit vorn. Nur in wenigen Ländern waren die Bewohner noch sparsamer, etwa in der Schweiz mit 19,4 Prozent Sparquote und in den Niederlanden mit 12,7 Prozent.

Boomende Börsen helfen

Traditionell parken die Menschen in Deutschland viel Geld auf oft gering verzinsten Tagesgeldkonten. Inzwischen stecken den Zahlen der DZ Bank zufolge aber immerhin rund 9,4 Prozent des privaten Geldvermögens direkt in Aktien. Das allein brachte im vergangenen Jahr knapp 200 Milliarden Euro Wertzuwachs.

Euro-Schein: Die Deutschen haben ein Geldvermögen von 9,3 Billionen Euro. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Weil die Zeit der Null- und Negativzinsen vorbei ist, lohnt aber auch manche Festgeldanlage. Im vergangenen Jahr seien die Zinseinkünfte der privaten Haushalte aus Bankeinlagen durch weitere Umschichtungen von Geldern und ein insgesamt höheres Zinsniveau auf rund 30 Milliarden Euro gestiegen, schrieb die DZ Bank.

Neue Bundesbank-Zahlen im Frühjahr

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Neueste offizielle Zahlen zur Entwicklung der Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland werden im Frühjahr von der Deutschen Bundesbank erwartet. Sowohl die Bundesbank als auch die DZ Bank berücksichtigen in ihren Analysen Bargeld und Bankeinlagen, Wertpapiere wie Aktien und Fonds sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen. Immobilien werden nicht eingerechnet. Zur Verteilung der Vermögen machen weder Bundesbank noch DZ Bank Angaben.

Erstpublikation: 01.01.2025, 10:46 Uhr.

dpa
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