Ranking: Das sind die besten Zusatzversicherungen für das Krankenhaus
Köln. Auch gesetzlich Versicherte können sich im Krankenhaus in einem Ein-Bett-Zimmer unterbringen und vom Chefarzt behandeln lassen – vorausgesetzt, sie zahlen die Mehrkosten selbst oder haben eine stationäre Zusatzversicherung abgeschlossen. Letztere übernimmt die Kosten, sofern entsprechende Leistungen eingeschlossen sind.
„Wie bei anderen Zusatzversicherungen lässt sich auch bei der stationären der Leistungsumfang individuell festlegen“, erklärt Michael Franke, Geschäftsführer der Ratingagentur Franke und Bornberg. Je umfangreicher die Leistungen, desto höher fällt allerdings die Prämie aus.
Die meisten Versicherer verlangen vor Vertragsabschluss eine Gesundheitsprüfung. Wer Vorerkrankungen hat, sollte diese offenlegen – oder gezielt nach Tarifen mit vereinfachten Gesundheitsfragen oder Beitragszuschlägen statt Leistungsausschlüssen suchen. Eine stationäre Zusatzversicherung eröffnet Zugang zu Privatkliniken und spezialisierten Zentren. So steigen die Chancen auf eine hochwertige Versorgung durch erfahrene Fachärzte.
Rund 6,7 Millionen gesetzlich Versicherte verfügten 2023 über eine Police für den stationären Bereich. Diese deckt unter anderem Chefarztbehandlungen, die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer, die freie Krankenhauswahl sowie vor- und nachstationäre Leistungen ab. Für das Handelsblatt hat Franke und Bornberg die Qualität dieser Policen untersucht. In die Bewertung fließen zu 70 Prozent die Leistungen ein. Seit 2025 berücksichtigt die Analyse auch die Kostenübernahme für die Begleitung von Kindern im Krankenhaus. Die Höhe der Prämie macht 30 Prozent der Bewertung aus.
13 Tarife wurden mit der Höchstnote „sehr gut“ ausgezeichnet. Besonders überzeugend: der Tarif „Krankenhaus Premium Plus“ der Axa Krankenversicherung. Er erhielt die Bestnote FFF+, die für eine herausragende Leistung steht. Mit 35,74 Euro pro Monat ist er zugleich der günstigste Tarif unter den Top-Angeboten.
„Die Kostenerstattung erfolgt für privatärztliche Leistungen bei stationären Aufenthalten und Operationen sowie für ambulante Aufnahme- und Abschlussuntersuchungen – ohne Begrenzung“, sagt Meike Herbers-Müller, Leiterin Geschäfts- und Produktpolitik bei Axa.
Der Tarif bietet darüber hinaus familienfreundliche Extras: Nach einer Geburt gibt es eine Pauschale von 800 Euro sowie ein Familienzimmer. Neugeborene werden ein Jahr lang beitragsfrei mitversichert. Für Kinder bis 16 Jahre ist das sogenannte „Rooming-in“ enthalten – ein Elternteil kann kostenfrei im Zimmer übernachten.
Zusatzschutz als Mitarbeiter-Benefit
Zunehmend gewinnen stationäre Zusatzversicherungen auch im Rahmen der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) an Bedeutung. Unternehmen stärken mit einem solchen Angebot ihre Attraktivität als Arbeitgeber. Gleichzeitig profitieren sie von gesünderen Beschäftigten.
Laut einer Umfrage des Verbands der Privaten Krankenversicherung würden zwei Drittel der Arbeitnehmer ein solches Angebot begrüßen. Für Unternehmen ist es ein wirksames Instrument zur Mitarbeiterbindung und -gewinnung.