Banken: Weiterer Filialabbau bei der Bundesbank trotz interner Bedenken
Frankfurt. Die Bundesbank macht Ernst und schließt acht weitere ihrer insgesamt 31 Filialen. An diesem Entschluss ändert auch interner Widerstand nichts.
Nach Informationen von Insidern sind Personalvertreter mit mehreren Einwänden gescheitert. Die Kritiker befürchten etwa, dass die Versorgung der Wirtschaft mit Bargeld unter den geplanten Filialschließungen leiden könnte.
Drei Niederlassungen der Bundesbank sollen 2028 den Betrieb einstellen, bis 2039 fünf weitere. Im Einzelhandel ruft der Filialschwund ebenfalls Kritik hervor. „Der Rückzug der Bundesbank setzt ein falsches Signal für die Zukunft des Bargelds“, warnt Ulrich Binnebößel vom Einzelhandelsverband HDE. Er fordert, dass die Notenbank Probleme für Gewerbetreibende so weit wie möglich minimieren müsse.
Der zuständige Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz verteidigt das Vorhaben gegen die Kritik von innen und außen. „Die Filialstrategie ist ein ganz deutliches Bekenntnis zum Bargeld“, sagte Balz dem Handelsblatt. „Dafür investieren wir in großem Umfang in die Infrastruktur.“
Über das bundesweite Filialnetz der Bundesbank beziehen Banken und Sparkassen Bargeld, mit dem sie zum Beispiel Geldautomaten bestücken. Einzelhändler lassen ihre Einnahmen von Wertdienstleistern zu Filialen der Bundesbank transportieren, um sie dort sortieren und einzahlen zu lassen.