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Coronakrise Fed-Chef: Wirtschaftseinbruch um 30 Prozent möglich – Erholung könnte bis Ende 2021 dauern

Jerome Powell rechnet mit einer Erholung der US-Wirtschaft – jedoch nur langsam. Ein Impfstoff dürfte die Voraussetzung dafür sein. Und ein weiterer Faktor.
17.05.2020 Update: 18.05.2020 - 08:00 Uhr Kommentieren
Corona: Jerome Powell: Erholung der US-Wirtschaft könnte bis Ende 2021 dauern Quelle: AP
Jerome Powell

Unter der Annahme, dass es keine zweite Welle des Coronavirus gebe, rechne er mit einer stetigen Erholung im zweiten Halbjahr dieses Jahres.

(Foto: AP)

Washington US-Notenbankchef Jerome Powell glaubt daran, dass die US-Wirtschaft ab dem Sommer langsam wieder auf die Beine kommen kann. Sofern es keine zweite Welle des Coronavirus gebe, sei die Wirtschaft aufgrund ihrer guten Ausgangsposition vor der Pandemie in der Lage, sich „substanziell“ zu erholen, sagte Powell in einem Interview der CBS-Sendung „60 Minutes“ am Sonntag.

Powell sagte, er rechne dann mit einer stetigen Erholung in der zweiten Hälfte dieses Jahres. Der Prozess könne sich dann bis Ende nächsten Jahres hinziehen.

Zuvor rechnet er jedoch mit einem dramatischen Einbruch der US-Wirtschaft: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) könnte infolge der Corona-Pandemie im laufenden zweiten Quartal um bis zu 30 Prozent schrumpfen. „Es ist gut möglich, dass es 20 bis 30 Prozent werden“, sagte Powell wörtlich. Für das erste Quartal hatten die USA bereits ein Minus von 4,8 Prozent ausgewiesen, da hatte sich die Pandemie allerdings noch nicht so stark niedergeschlagen.

Während Powell sich insgesamt optimistisch zeigte, wies er jedoch darauf hin, dass es im Vergleich zum plötzlichen Einbruch der Wirtschaft deutlich länger dauern würde, diese wieder aufzubauen. „Langfristig und sogar mittelfristig“, sagte der Notenbankchef aber, „will man nicht gegen die amerikanische Wirtschaft wetten. Diese Wirtschaft wird sich erholen. Und das heißt, die Leute werden wieder arbeiten gehen. Die Arbeitslosigkeit wird wieder sinken. Wir werden das durchstehen.“

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    Der Einbruch sei kein Resultat einer tiefsitzenden Instabilität im Finanzsystem, wie beim Immobiliencrash und dem exzessiven Risikoverhalten von Banken, das zu der Weltwirtschaftskrise beitrug. Dass der Einbruch von einem externen Ereignis wie der Pandemie ausgegangen sei, bedeute, „wir können ziemlich schnell wieder zu einer gesunden Wirtschaft zurück.“

    Für Arbeitnehmer in den USA ist diese jedoch extrem belastend: Innerhalb von zwei Monaten haben mehr als 36 Millionen Menschen Arbeitslosenhilfe beantragt. Die Arbeitslosenrate lag im April bei 14,7 Prozent, es ist die höchste seit der Weltwirtschaftskrise. Viele Experten gehen davon aus, dass sie noch weiter ansteigt. Im Februar hatte der Wert noch bei 3,5 Prozent gelegen.

    Powell erkannte zwar an, dass die Arbeitslosigkeit auch in die Nähe des Rekordhochs von 25 Prozent steigen könnte. Jedoch seien die Notenbank Fed und andere Zentralbanken sehr viel eher in der Lage und gewillt, zur Stabilisierung der Wirtschaft einzugreifen, als sie es in den 1930er Jahren waren. Eine Erholung könne sich jedoch bis zum Ende des kommenden Jahres hinziehen.

    Wahrscheinlich sei dies auch nur mit einem Impfstoff zu schaffen, sagte Powell, denn die meisten Amerikaner würden ihre bisher normalen Aktivitäten wie einkaufen, reisen, auswärts essen und sich in großen Gruppen treffen, die alle zum Wachstum der Wirtschaft beitragen, voraussichtlich erst dann wieder aufnehmen.

    Die USA sind weltweit mit Abstand am härtesten von der Pandemie betroffen. Das Land zählte bis Sonntag rund 1,48 Millionen Infektions- und fast 90.000 Todesfälle.

    Mehr: Weil die USA als Krisenmanager ausfielen und China Fakten verschleierte, konnte sich das Coronavirus rasant ausbreiten. Deutschland will nun die Rolle der EU stärken.

    • ap
    • dpa
    • mr
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