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Coronakrise US-Notenbanker sagen schwierige Erholung der US-Wirtschaft voraus

Fed-Chef Powell sieht die US-Wirtschaft vor einer schwierigen Erholung nach der Coronakrise. Weitere Konjunkturhilfen der Notenbank könnten nötig sein.
19.06.2020 Update: 20.06.2020 - 00:13 Uhr Kommentieren
Die Fed hat mit Notfallprogrammen und Wertpapierkäufen mit dazu beigetragen, die Wirtschaft in der Krise über Wasser zu halten. Quelle: dpa
US-Notenbank

Die Fed hat mit Notfallprogrammen und Wertpapierkäufen mit dazu beigetragen, die Wirtschaft in der Krise über Wasser zu halten.

(Foto: dpa)

Washington Die US-Notenbank erwartet eine schwierige Erholung der amerikanischen Wirtschaft nach der Coronavirus-Krise. Die Rückkehr werde Zeit und Arbeit benötigen, sagte Fed-Chef Jerome Powell am Freitag in einer Videokonferenz. „Der vor uns liegende Weg dürfte eine Herausforderung werden.“

Die anhaltende Verbreitung des Coronavirus könnte die Erholung der US-Wirtschaft nach Ansicht eines führenden Vertreters der Notenbank Fed bremsen. Dies könnte zudem weitere Hilfen für die Konjunktur nötig machen, sagte am Freitag der Präsident der Notenbank von Boston, Eric Rosengren. „Bisher waren die Bemühungen in den Vereinigten Staaten zur Eindämmung des Virus nicht besonders erfolgreich.“

Dies könnte letztlich darauf hinauslaufen, dass ein längerer Shutdown etwa mit Fabrikschließungen nötig wäre. Dies wiederum dürfte Konsum und Investitionen bremsen, die Arbeitslosigkeit aber erhöhen, so Rosengren.

Als dritter Notenbanker zeigte sich der Chef der Notenbank von Minneapolis, Neel Kashkari, pessimistisch. Die wirtschaftliche Erholung dürfte länger dauern, als die Fed noch vor wenigen Monaten angenommen hatte, schrieb er während einer von CNBC News organisierten Veranstaltung auf Twitter. Viele Arbeitsplätze würden erst spät zurückkehren. „Leider geht mein Basisszenario davon aus, dass wir in den USA eine zweite Welle des Virus sehen werden, vermutlich im Herbst.“ In diesem Fall dürfte die Arbeitslosigkeit wieder ansteigen.

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    Die Fed hat mit Notfallprogrammen und Wertpapierkäufen mit dazu beigetragen, die Wirtschaft in der Krise über Wasser zu halten. „Trotz dieser wichtigen politischen Maßnahmen bis heute glaube ich, dass wahrscheinlich mehr Unterstützung sowohl von der Geld- als auch von der Finanzpolitik benötigt wird“, sagte das Fed-Mitglied.

    Jüngst hatte auch US-Notenbankchef Jerome Powell dem Kongress geraten, die von der Corona-Pandemie gebeutelte Wirtschaft weiterhin zu stützen: es sei klug, sich weiter nach Möglichkeiten zur Unterstützung von Firmen und Haushalten umzuschauen.

    Die Fed kann nach Worten ihres stellvertretenden Chefs Richard Clarida noch mehr zur Unterstützung der Konjunktur tun. „Wir haben sehr aggressive, proaktive Maßnahmen ergriffen“, sagte Clarida in einem Interview mit dem Sender „Fox Business“. „Es gibt noch mehr, was wir tun können, ich denke, es gibt mehr, was wir tun werden“. Es gebe zum Beispiel keine Grenzen bei möglichen Käufen von Staatsanleihen durch die amerikanische Notenbank.

    Mehr: US-Notenbank bremst den Optimismus der Trump-Regierung. Lesen Sie hier mehr.

    • rtr
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