
Die wichtigsten Beschlüsse im Überblick:
- Die EZB tastet die Zinsen im Euro-Raum nicht an.
- Der maßgebliche Einlagenzins bleibt bei 3,75 Prozent, der Leitzins bei 4,25 Prozent.
- Auch das Anleihekaufprogramm bleibt unverändert.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde erklärt die Beschlüsse der Zentralbank am Donnerstag in Frankfurt.
Foto: Reuters






















Lagarde, von 2007 bis 2011 Finanzministerin in Frankreich, dürfte auch zur politischen Situation in ihrem Heimatland gefragt werden. Die EU-Fiskalregeln schreiben der zweitgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone vor, Defizit und Schulden zurückzufahren. Doch die unsicheren Machtverhältnisse in Paris infolge der vorgezogenen Parlamentswahlen könnten dazu führen, dass genau das Gegenteil passiert.


Als die EZB Anfang Juni lang erwartete Zinswende eingeleitet hat, war die Inflationsrate zwischenzeitlich gestiegen, auch das Lohnwachstum hatte angezogen. Mittlerweile hat sich die Situation ein wenig entspannt: Die Teuerungsrate hat leicht nachgelassen auf zuletzt 2,5 Prozent und nähert sich dem Ziel von zwei Prozent. Auch signalisieren Unternehmen der EZB in einer Umfrage, dass sie von nachlassendem Lohnwachstum und geringeren Preiserhöhungen ausgehen.


Marktteilnehmer hoffen auf vorsichtige Signale seitens der EZB, ob die Zinsen bei der nächsten Sitzung im September sinken könnten. Die Währungshüter hatten sich hierzu zuletzt bedeckt gehalten. Zu diesem Termin legt die Notenbank auch neue Projektionen zu Wirtschaftswachstum und Inflation vor.

Erwartungsgemäß hat die EZB das Zinsniveau nicht noch einmal angepasst. Der Leitzins im Euro-Raum liegt bei 4,25 Prozent. Der Einlagenzins – der Satz, zu dem Geschäftsbanken Geld bei der Notenbank anlegen – beträgt 3,75 Prozent.

Hallo und herzlich Willkommen zum Liveblog anlässlich der Juli-Sitzung des EZB-Rats. Wir liefern Ihnen an dieser Stelle wie gewohnt die wichtigsten Aussagen der Pressekonferenz mit EZB-Präsidentin Christine Lagarde.
Frankfurt, Düsseldorf.