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  4. Inflation: Das sagt Lagarde zu den Zinsaussichten im Euro-Raum

EZB„Datenabhängig und von Sitzung zu Sitzung“ – Lagarde hält sich alle Optionen offen

Die Märkte erwarten eine Zinssenkung im September – doch EZB-Präsidentin Christine Lagarde bleibt vorsichtig. Verfolgen Sie nachträglich die wichtigsten Aussagen der Pressekonferenz.Leonidas Exuzidis, Stefan Reccius 25.07.2024 - 16:59 Uhr aktualisiert Artikel anhören

EZB-Präsidentin Christine Lagarde erklärt die Beschlüsse der Zentralbank am Donnerstag in Frankfurt.

Foto: Reuters
18.07.2024 – 12:31 Uhr Leonidas Exuzidis

Die wichtigsten Beschlüsse im Überblick:

  • Die EZB tastet die Zinsen im Euro-Raum nicht an.

  • Der maßgebliche Einlagenzins bleibt bei 3,75 Prozent, der Leitzins bei 4,25 Prozent.

  • Auch das Anleihekaufprogramm bleibt unverändert.

18.07.2024 – 11:29 Uhr Stefan Kaufmann

Verfolgen Sie hier die Pressekonferenz mit EZB-Chefin Christine Lagarde im Livestream:

18.07.2024 – 13:59 Uhr Leonidas Exuzidis
Da war eine vergleichsweise unspektakuläre Pressekonferenz. Die ausgebliebene Marktreaktionen spiegeln wider, dass Lagarde im Wesentlichen die Erwartungen bestätigt hat. Die EZB-Präsidentin hat auch auf Nachfrage keine Signale geliefert, ob die zweite Zinssenkung bereits im September erfolgt. Es hängt, einmal mehr, von den nächsten Daten ab. Deutlich waren aber die Worte, die Lagarde in Bezug auf die Einhaltung der EU-Schuldenregeln gewählt hat. 
18.07.2024 – 13:47 Uhr Leonidas Exuzidis
Die Pressekonferenz ist beendet.
18.07.2024 – 13:47 Uhr Leonidas Exuzidis
Die letzte Frage bezieht sich auf die Inflationsunterschiede im Euro-Raum. In manchen Mitgliedsländern, in Finnland und Italien etwa, liegt die Teuerungsrate unter der Marke von einem Prozent. Die EZB muss aber Geldpolitik für den gesamten Währungsraum betreiben. "Das ist die Schönheit unserer Währungsunion", sagt Lagarde. Man müsse mit regionalen Differenzen umgehen können.
18.07.2024 – 13:52 Uhr Leonidas Exuzidis
Lagarde hat klargestellt, dass das Inflationsziel der EZB von mittelfristig glatt zwei Prozent nicht zur Disposition steht. Hintergrund ist, dass der EZB-Rat bald eine weitere Überprüfung seiner Strategie anstoßen wird. Lagarde schloss aus, dass am Inflationsziel gerüttelt werden könnte, was manche Ökonomen immer mal wieder ins Spiel bringen. Solange sie im Amt sei, werde so etwas „nicht zur Debatte stehen“. Lagardes Amtszeit läuft bis Oktober 2027.
18.07.2024 – 13:44 Uhr Leonidas Exuzidis
Worauf achte die EZB im Detail? Selbstverständlich auf die Entwicklung des Wachstums, insbesondere auf Dienstleistungen und den privaten Konsum, sagt Lagarde. Auch die geringe Investitionstätigkeit werde beobachtet, ebenso die Exporttätigkeit und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Euro-Raum.
18.07.2024 – 13:36 Uhr Leonidas Exuzidis
Lagarde lässt sich keine Hinweise entlocken, wann die Zinsen erneut sinken. Man bleibe "so lange wie nötig" im restriktiven Bereich, wiederholt sie. Sie fügt scherzhaft hinzu, sie fürchte sich vor einem arbeitsreichen Sommer.
18.07.2024 – 13:32 Uhr Leonidas Exuzidis
Was würde eine Wahl von Donald Trump als US-Präsident für die Inflations- und Wachstumsaussichten bedeutet, möchte ein Journalist wissen. Sie werde darüber nicht spekulieren, sagt Lagarde. Doch natürlich müsse und werde man die politischen Entwicklungen berücksichtigen, sagt Lagarde.
18.07.2024 – 13:25 Uhr Leonidas Exuzidis
Lagarde will sich auf Nachfrage nicht zum Programm äußern, das die frisch wiedergewählte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag vorgestellt hat. Selbstverständlich schaue man besonders aufmerksam auf die Schuldenentwicklung in den Mitgliedsländern.
18.07.2024 – 13:21 Uhr Leonidas Exuzidis
Wenn die demnächst verfügbaren Daten den Trend sinkender Inflationsraten bestätigen, stärke das das Vertrauen der EZB, das Inflationsziel bald zu erreichen, sagt Lagarde. Sie wiederholt die Aussagen der vergangenen Sitzungen: Man schaue erstens auf die Inflationsaussichten, zweitens auf die gegenwärtigen Preistreiber und drittens auf die Übertragung der geldpolitischen Entscheidungen in die Realwirtschaft.
18.07.2024 – 13:16 Uhr Leonidas Exuzidis
This is an area where we will be attentive to - whatever political decisions are made by whoever in the future.
Christine Lagarde zur Zollthematik
18.07.2024 – 13:15 Uhr Leonidas Exuzidis
Eine weitere Frage bezieht sich auf protektionistische Gefahren und den Effekt möglicher Zölle. Ein "wichtiger Aspekt", sagt Lagarde. Man werde intern dazu beraten. Schließlich sei ein Exportwachstum im Euro-Raum elementar für das Wachstum der Konjunktur. Man verfolge dieses Thema aufmerksam.
18.07.2024 – 13:12 Uhr Leonidas Exuzidis
Wird die EZB die Zinsen im September senken, sollten sich die Erwartungen der Notenbank in den nächsten Wochen bestätigen? Man habe nicht nur einstimmig beschlossen, die Zinsen im Juli konstant zu halten, sagt Lagarde. Vielmehr habe vollständiger Konsens geherrscht, datenabhängig von Sitzung zu Sitzung zu entscheiden und sich nicht vorab auf einen Zinspfad festzulegen. 
18.07.2024 – 13:10 Uhr Leonidas Exuzidis
Wie ist die ratsinterne Diskussion über den Preisauftrieb bei Dienstleistungen verlaufen? Das Lohnwachstum müsse gemeinsam analysiert werden mit der Entwicklung von Firmengewinnen und Produktivität, sagt Lagarde. Die Datenlage sei noch begrenzt, in den nächsten Wochen würden aber mehr Informationen zur Verfügung stehen. Die gegenwärtige Lohndymanik überrasche die EZB nicht, stellt Lagarde klar. Das Wachstum werde 2025 nachlassen, führt sie in Bezug auf die jüngsten Umfragen aus. 

Die Produktivität entwickle sich weiter schwach. Doch auch hier werde Besserung erwartet. Und: Unternehmen würden derzeit niedrigere Gewinnmargen in Kauf nehmen, um höhere Lohnkosten aufzufangen. Darauf hatte die EZB gehofft.
18.07.2024 – 13:04 Uhr Leonidas Exuzidis
Nun stellen die Journalistinnen und Journalisten ihre Fragen. Die erste Frage bezieht sich auf die fiskalische Entwicklung. Lagarde stellt in einer langen Antwort heraus: Es sei absolut zu befürworten, dass die EU-Kommission nun wieder verstärkt auf die Einhaltung der vereinbarten Schuldenregeln dränge. 
18.07.2024 – 13:00 Uhr Leonidas Exuzidis
An den Märkten zeigen sich zunächst keine Auswirkungen. Der Dax pendelt leicht über dem Vortagesniveau. Bei den Anleiherenditen der größten Volkswirtschaft ist keine unmittelbare Veränderung sichtbar, ebenso beim Euro.
18.07.2024 – 12:58 Uhr Leonidas Exuzidis
Die Zinssenkung im Juni habe die Finanzierungsbedingungen „sanft“ verändert, sagt Lagarde. Sie betont, dass man sich noch immer in einem restriktiven Zinsniveau bewege. Die Kreditdynamik bleibe insgesamt schwach.
18.07.2024 – 12:55 Uhr Leonidas Exuzidis
Das Lohnwachstum bleibe stark, sagt Lagarde. Jüngste Lohndaten hätten sich allerdings im Rahmen der Erwartungen bewegt. Auch stellt sie heraus, dass von der EZB befragte Unternehmen nachlassendes Lohnwachstum erwarten.
18.07.2024 – 12:51 Uhr Leonidas Exuzidis
Der Arbeitsmarkt bleibe widerstandsfähig, sagt Lagarde in ihren zusätzlichen Ausführungen zur Konjunktur. Neue Jobs seien im zweiten Quartal hauptsächlich im Dienstleistungssektor entstanden. 
18.07.2024 – 12:48 Uhr Leonidas Exuzidis
Wie gewohnt führt Lagarde eingangs durch die Beschlüsse. Insgesamt macht der EZB-Rat deutlich, dass er sich in seinem Kurs und seinen bisherigen Einschätzungen bestätigt sieht. Dazu gehört auch das Eingeständnis, dass die Inflation „bis weit ins nächste Jahr über dem Zielwert (von zwei Prozent) bleiben“ werde.
18.07.2024 – 12:46 Uhr Leonidas Exuzidis
Die Pressekonferenz mit Christine Lagarde beginnt. An ihrer Seite steht wie gewohnt Vizepräsident Luis de Guindos. 
18.07.2024 – 12:44 Uhr Leonidas Exuzidis

Lagarde, von 2007 bis 2011 Finanzministerin in Frankreich, dürfte auch zur politischen Situation in ihrem Heimatland gefragt werden. Die EU-Fiskalregeln schreiben der zweitgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone vor, Defizit und Schulden zurückzufahren. Doch die unsicheren Machtverhältnisse in Paris infolge der vorgezogenen Parlamentswahlen könnten dazu führen, dass genau das Gegenteil passiert. 

18.07.2024 – 12:41 Uhr Leonidas Exuzidis

Als die EZB Anfang Juni lang erwartete Zinswende eingeleitet hat, war die Inflationsrate zwischenzeitlich gestiegen, auch das Lohnwachstum hatte angezogen. Mittlerweile hat sich die Situation ein wenig entspannt: Die Teuerungsrate hat leicht nachgelassen auf zuletzt 2,5 Prozent und nähert sich dem Ziel von zwei Prozent. Auch signalisieren Unternehmen der EZB in einer Umfrage, dass sie von nachlassendem Lohnwachstum und geringeren Preiserhöhungen ausgehen.

18.07.2024 – 12:33 Uhr Leonidas Exuzidis

Marktteilnehmer hoffen auf vorsichtige Signale seitens der EZB, ob die Zinsen bei der nächsten Sitzung im September sinken könnten. Die Währungshüter hatten sich hierzu zuletzt bedeckt gehalten. Zu diesem Termin legt die Notenbank auch neue Projektionen zu Wirtschaftswachstum und Inflation vor. 

18.07.2024 – 12:29 Uhr Leonidas Exuzidis

Erwartungsgemäß hat die EZB das Zinsniveau nicht noch einmal angepasst. Der Leitzins im Euro-Raum liegt bei 4,25 Prozent. Der Einlagenzins – der Satz, zu dem Geschäftsbanken Geld bei der Notenbank anlegen – beträgt 3,75 Prozent. 

18.07.2024 – 12:28 Uhr Leonidas Exuzidis

Hallo und herzlich Willkommen zum Liveblog anlässlich der Juli-Sitzung des EZB-Rats. Wir liefern Ihnen an dieser Stelle wie gewohnt die wichtigsten Aussagen der Pressekonferenz mit EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

Frankfurt, Düsseldorf.

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