Jackson Hole: Wie weit können Fed und EZB die Zinsen senken?
Frankfurt. Der Countdown läuft: Anleger und Analysten bezweifeln kaum noch, dass die US-Notenbank Federal Reserve in wenigen Wochen den Leitzins senken wird. Zu deutlich und einhellig haben Fed-Vertreter dies in Aussicht gestellt. Mit der absehbaren und in Europa bereits vollzogenen Zinswende diskutieren Experten eine entscheidende Frage: Wie weit können die Notenbanken ihre Leitzinsen senken?
Eine treffliche Gelegenheit, ihre Strategie abzustimmen, bietet ihr Treffen in Jackson Hole von Donnerstagabend bis Samstag. Jahr für Jahr stecken die Top-Notenbanker dieser Welt vor der Bergkulisse des US-Bundesstaats Wyoming ihre Köpfe zusammen. Marktteilnehmer fiebern der Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell am Freitag, 16 Uhr unserer Zeit entgegen.
Die Erwartungen sind hoch. „Schon öfter sind dort wichtige Wegmarken gesetzt worden“, sagt Bernd Weidensteiner, US-Experte der Commerzbank. Die Jackson-Hole-Konferenz 2022 entwickelte sich zum kollektiven Erweckungserlebnis: Dort schworen sich Abgesandte von Fed, Europäischer Zentralbank, Bank of England und Co. auf entschlossene Zinserhöhungen ein, um die Inflation unter Kontrolle zu bringen.