US-Geldpolitik: Fed erwartet höhere Inflation und lässt Leitzins konstant
New York, Düsseldorf. Die US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) bleibt im Pausenmodus: Der Leitzins bleibt bei der Spanne von 4,25 bis 4,5 Prozent, wie die Fed am Mittwoch mitteilte. An den Kapitalmärkten war dieser Schritt erwartet worden.
„Die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Aussichten hat zugenommen“, sagten die Notenbanker. Sie planen jedoch weiterhin, die Zinsen in diesem Jahr zweimal um je 25 Basispunkte zu senken. Das zeigen die wirtschaftlichen Projektionen der Fed, „Dot Plot“ genannt, die am Mittwoch ebenfalls veröffentlicht wurden. Für Anleger ist das ein wichtiger Indikator für den weiteren Zinskurs der Fed – auch wenn diese Projektionen nicht verbindlich sind und sich wieder ändern können.
Ihre Wachstumserwartungen für die US-Wirtschaft senkte die Fed ebenfalls. So rechnen die Notenbanker im laufenden Jahr nur noch mit einem Plus von 1,7 Prozent. Bei der vorherigen Veröffentlichung der Dot Plots waren sie noch von einem Wachstum von 2,1 Prozent ausgegangen. Auch für 2026 sind die Konjunkturprognosen leicht schwächer.