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US-Notenbank Fed ergänzt ihr Firmenanleihen-Programm

Die US-Notenbank will ihr Notfallprogramm zum Aufkauf von Unternehmensanleihen erweitern. Das soll die Finanzmärkte in der Coronakrise stabilisieren.
15.06.2020 - 21:55 Uhr 1 Kommentar
Der Hauptsitz der US-Notenbank Federal Reserve in Washington. Quelle: dpa
US-Notenbank

Der Hauptsitz der US-Notenbank Federal Reserve in Washington.

(Foto: dpa)

New York Die US-Notenbank Fed will ihr Mitte Mai aufgelegtes Notfallprogramm zum Aufkauf von Unternehmensanleihen mit einer zusätzlichen Struktur ergänzen. Wie die Notenbank am Montag mitteilte, will sie dabei ein Portfolio zusammenstellen, das sich an einem breit angelegten Marktindex von US-Firmenanleihen orientiert. Sie will dabei nun auch einzelne Unternehmensanleihen und an der Börse gehandelte Fonds kaufen. Mit dem Programm könnten Titel im Wert von bis zu 750 Milliarden US-Dollar gekauft werden, erklärte die Fed.

Dabei sollen spezielle für das Programm geltende Mindeststandards für Ratings, maximale Laufzeit und andere Kriterien gelten. Die Mitte vorigen Monats aufgelegte sogenannte SMCCF (Secondary Market Corporate Credit Facility) hatte zunächst damit begonnen, Anteile von Börsenfonds auf dem Sekundärmarkt aufzukaufen. Ziel dieses Kredit-Vehikels ist es, in der Coronakrise für Stabilität und Liquidität an den Finanzmärkten zu sorgen. Die Unternehmen sollen möglichst bequem an frisches Geld gelangen.

Die Fed will außerdem ihr Kreditprogramm auf gemeinnützige Organisationen ausweiten, die unter der Coronavirus-Pandemie leiden. Die Notenbank stellte hierzu ihre Vorschläge am Montag vor, die bis zum 22. Juni kommentiert werden können. Um in den Genuss des Programms zu kommen, müssen die Organisationen unter anderem steuerbefreit sein, seit fünf Jahren bestehen, Dotierungen von nicht mehr als drei Milliarden Dollar haben und bestimmte finanzielle Schwellenwerte erfüllen.

In der vergangenen Woche hatte die Fed nachjustiert und die Bedingungen ihres Kreditprogramms für kleinere und mittlere Firmen gelockert. Der im Fachjargon als „Main Street Lending Facility“ bekannte Fonds mit einem Gesamtvolumen von 600 Milliarden Dollar soll Firmen mit bis zu 15.000 Mitarbeitern oder einen Umsatz von höchstens fünf Milliarden Dollar helfen, die Krise zu bewältigen.

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    Die Fed hat ihren Leitzins wegen der Corona-Krise bereits auf nahe Null gesenkt und mehrere Notprogramme aufgelegt, darunter auch Kreditlinien für kleinere und mittlere Unternehmen, die sonst nur schwer Zugang zu Kapitalmärkten haben.

    In der Debatte um eine mögliche Kontrolle der Zinskurve durch die Fed äußerte sich eine führende US-Währungshüterin allerdings eher skeptisch geäußert. Die Chefin des Fed-Bezirks San Francisco, Mary Daly, sagte, dieses Werkzeug sei für sie nicht die erste Wahl. Bei der Kontrolle der Zinskurve geht es darum, neben kurzfristigen auch längerfristige Zinsen zu steuern – ein Verfahren, das in Japan bereits seit Jahren angewendet wird.

    Daly sagte, die Zinskurven-Kontrolle könne allenfalls als "kleiner Helfer" dienen, falls andere Maßnahmen nicht greifen sollten. Bei der Steuerung der Zinskurve könnte die Notenbank beispielsweise dazu übergehen, Käufe von Staatsanleihen mit einem konkreten Ziel zu versehen. Experten gehen davon aus, dass durch eine Zinskontrolle Investitionen in der Rezession gefördert und das Geschäft der Geldhäuser stabilisiert werden kann. Zugleich würde jedoch auch massiv in das freie Spiel von Angebot und Nachfrage eingegriffen: Wenn die Zentralbanken sich zum Ziel setzten, den Großteil der Zinskurve direkt zu kontrollieren, werde der Anleihemarkt "seiner Preisfindungsfunktion beraubt", so die Einschätzung des Vermögensverwalters DWS.

    Mehr: Die Ankündigung der Federal Reserve, ihr Programm zum Aufkauf von Unternehmensanleihen zu ergänzen verhilft dem Dow Jones zum Comeback.

    • rtr
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    1 Kommentar zu "US-Notenbank: Fed ergänzt ihr Firmenanleihen-Programm"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • ....Bei der Steuerung der Zinskurve könnte die Notenbank beispielsweise dazu übergehen, Käufe von Staatsanleihen mit einem konkreten Ziel zu versehen...
      Genau das sollte getan werden. Auch die EZB sollte dazu übergehen. Geld direkt in Bildung, aber nur in die "harten Studiengänge", nicht in die Geschwätzwissenschaften. Kein Geld in Gender-Mainstreaming, das ist nun schon ausreichend erforscht, mehr wäre sinnlose Geldverschwendung. Es ist zu befürchten, dass die Schwarzen Nullen das verhindern werden und von Markt-Bla-Bla reden werden. Dabei macht Forschung, siehe Kondtratieff-Wellen, ungeahnte Markt-Wohl-Stands-Gewinne möglich. Unser Schwarzen Nullen versehen anscheinend den Kapitalismus nicht mehr. Auch der Kapitalismus muss gepflegt werden, vom Staat.

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