Bautrends: Platzsparendes Protzen
Köln. In Berlin-Mitte, wenige Meter entfernt von Spree und Museumsinsel, steht das umstrittene Bauprojekt „Am Tacheles“. In einer der letzten größeren Baulücken Berlins sind neue Gewerbe- und Wohnflächen entstanden. Im Sommer sollen die ersten Bewohner in die sogenannten „Suites am Tacheles“ einziehen. In puristischem, von Beton geprägtem Design haben die Architekten von Grüntuch Ernst 54 Wohnungen geschaffen. Es gibt einen Waschsalon für Haustiere, einen Indoor-Pool und einen Concierge-Service.
Eine der 49 Quadratmeter großen Zweizimmerwohnungen wird bei Engel & Völkers für 685.000 Euro angeboten. Das entspricht etwa 14.000 Euro pro Quadratmeter – fast das Dreifache des Berliner Durchschnitts. Der liegt laut dem Immobilienportal Immowelt nämlich bei knapp 5000 Euro.
Ähnlich viel kosten die Wohnungen in dem von Engel & Völkers vermarkteten Neubauprojekt Studio73 an der Hamburger Sternschanze. Rund 448.000 Euro kostet hier eine 36 Quadratmeter große Einzimmerwohnung. Mit etwa 12.400 Euro pro Quadratmeter ebenfalls mehr als doppelt so viel, wie der Hamburger Durchschnitt von rund 6000 Euro. Dafür gibt es Smart-Home-Systeme, Eichenparkett der Firma Bauwerk und Armaturen vom Premium-Hersteller Hansgrohe.