Energetische Sanierung: So können Sie Ihre Heizkosten senken
Die Dämmung der obersten Geschossdecke kann den Wärmeverlust eines Hauses um bis zu 20 Prozent senken.
Foto: imago images/Westend61Frankfurt. In vielen Fällen ist sie bei einer energetischen Sanierung schon Pflicht: die Dämmung der Dachgeschossdecke. Viele Eigentümer lassen sie aber häufig aus, obwohl sie vergleichsweise einfach und kostengünstig umsetzbar ist – und dabei hilft, die Heizkosten drastisch zu senken.
Zwischen acht und 20 Prozent kann der Wärmeverlust durch eine ungedämmte Dachgeschossdecke betragen, je nach Größe der Decke und ihrem Verhältnis zum beheizten Raumvolumen. Das schätzt Frank Hettler, Architekt und Leiter des Informationsprogramms Zukunft Altbau, das vom Umweltministerium Baden-Württemberg gefördert wird. Trotzdem wird die Dämmung der Geschossdecke seiner Beobachtung nach oft vergessen.
„Wir gehen davon aus, dass in rund einem Viertel aller Wohnhäuser der obere Gebäudeabschluss nicht gedämmt ist“, sagt Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG). Aus seiner Sicht liegt das an den zahlreichen Ausnahmen im Gesetz und an der fehlenden Kontrolle, obwohl sich der Schritt meist lohnt. Doch was müssen Eigentümer bei einem solchen Schritt beachten?
Energetische Sanierung: So können Sie Ihre Heizkosten drastisch senken
Für sanierungswillige Eigentümer stellt sich zunächst eine Grundsatzfrage: Geschossdecke oder Dachflächen dämmen? „Wird der Dachboden als Wohnraum genutzt oder in Zukunft genutzt werden, ist die Dämmung des Dachs notwendig“, erläutert Alexander Steinfeldt, Energieexperte der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft CO2online. „Auch wenn das Dach neu gedeckt werden muss, kann es sich lohnen, gleich die Dämmung mitzuerledigen.“ Steht hingegen fest, dass der Dachboden auch in Zukunft nicht oder nur als Abstellraum genutzt werden soll, dann ist die Dämmung der obersten Geschossdecke sinnvoll.