Hydraulischer Abgleich: So lässt sich der Energieverbrauch beim Heizen senken
Düsseldorf. Mit dem Start der Heizsaison stellen sich viele die Frage: Läuft die Heizung überhaupt energiesparend? Wer an der Effizienz des eigenen Systems zweifelt, kann es hydraulisch abgleichen lassen. Für größere Wohnhäuser mit Gasheizung ist dies mittlerweile sogar Pflicht. Die wichtigsten Fakten zum hydraulischen Abgleich.
Was bringt ein hydraulischer Abgleich der Heizung?
Der hydraulische Abgleich ist die Basis, damit eine Heizung effizient arbeitet. Ziel ist: Sie soll genau die Wärmemenge bereitstellen und verteilen, die im Haus benötigt wird – und nicht mehr. Wenn die Heizung infolge des Abgleichs weniger Wasser pumpen muss und die Vorlauftemperatur des Wassers verringert werden kann, sinkt der Energieverbrauch um bis zu zwölf Prozent pro Jahr, heißt es vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Voraussetzung ist, dass die Thermostatventile an den Heizflächen voreinstellbar sind. Werden sie im Zuge des hydraulischen Abgleichs erstmals angeschafft, liegen die Einsparungen in der Regel höher.
Wie funktioniert der hydraulische Abgleich?
Fachmänner und -frauen nehmen die Daten der beheizten Räume und der Heizflächen auf und erfragen die angestrebten Raumtemperaturen. Auf dieser Grundlage berechnen sie mit einer Software, wie viel Wasser in die Heizflächen fließen muss und welche Temperatur es haben soll. Zudem ermitteln sie, was Pumpen und Regelventile dazu leisten müssen. Entsprechend stellen sie das System anschließend ein. Der Aufwand dafür hält sich für ein Einfamilienhaus in Grenzen: Etwa drei Stunden benötigen Fachleute dafür.