Immobilien: Nächster Projektentwickler meldet Insolvenz an
Immer mehr Projektentwickler geraten in Schwierigkeiten.
Foto: dpaDüsseldorf. Nach den Pleiten von Development Partner und Teilen der Project-Gruppe in dieser Woche hat am Freitag auch der Projektentwickler Euroboden Insolvenz angemeldet. Wie das Münchener Unternehmen mitteilte, habe sich die kurz- bis mittelfristige Finanz- und Liquiditätsplanung weiter verschlechtert, insbesondere durch das unerwartete Scheitern beziehungsweise die geringeren Erfolgsaussichten von Verkaufsbemühungen für verschiedene Grundstücke.
Ende Juli hatte Euroboden bereits seine Anleihegläubiger um Zugeständnisse gebeten. Das Unternehmen wollte Schuldverschreibungen von über 100 Millionen Euro um drei Jahre verlängern und die Zinsen von 5,5 auf 2,5 Prozent senken. Die dafür angesetzten Gläubigerversammlungen Ende August werden nun abgesagt.
„Konkret haben sich nach Veröffentlichung der Einladungen zu den Anleihegläubigerversammlungen ursprünglich eingeplante Mittelzuflüsse in zweistelliger Millionenhöhe als nicht, beziehungsweise im geplanten Zeithorizont als nicht mehr realisierbar herausgestellt“, teilte Euroboden mit. Auswirkungen für die Tochtergesellschaften prüfe man noch.
Fokus Rheinland
Am Dienstag war bereits bekannt geworden, dass der Düsseldorfer Projektentwickler Development Partner, der vor allem auf dem Büromarkt aktiv ist und unter anderem Projekte in Köln am Rudolfplatz oder an der Uerdinger Straße in Düsseldorf verantwortet, einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Düsseldorf gestellt und Eigenverwaltung beantragt hat.