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ImmobilienSo haben sich Investmentprofis am Immobilienmarkt verzockt

Institutionelle Investoren aus Deutschland haben in den Boom-Jahren Milliarden in riskante Immobilienfinanzierungen gesteckt– und versuchen jetzt mühsam, des Themas Herr zu werden.Julian Trauthig 10.12.2024 - 08:39 Uhr Artikel anhören
Ruhende Baukräne: Viele Projektentwickler sind in die Insolvenz gerutscht. Foto: Moment/Getty Images

Düsseldorf. Es sind Horrorzahlen aus dem hohen Norden: Die Apothekerversorgung Schleswig-Holstein muss für 2023 mehr als 50 Millionen Euro wegen riskanter Immobilieninvestments abschreiben, mehr als fünf Prozent des gesamten Anlagevermögens – und das in nur einem Jahr.

Für 2024 können die Kieler weitere Verluste nicht ausschließen. Derzeit versuchen sie mithilfe eines Beraters, die Bilanz zu stabilisieren, heißt es in dem nicht öffentlichen Geschäftsbericht, der dem Handelsblatt vorliegt.

Mit ihren Abschreibungen steht die Apothekerversorgung nicht allein da, im Gegenteil. Nach Recherchen des Handelsblatts sind diese Zahlen erst der Anfang. Insgesamt könnten für institutionelle Investoren aus Deutschland mehr als 20 Milliarden Euro in Gefahr sein. Dahinter steckt eine strukturelle Entwicklung seit dem Ende der Finanzkrise, deren Folgen sich erst nach und nach zeigen und die viele Akteure versuchen herunterzuspielen.

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